„Frühling – Grün bricht durch“, stelle Claudia Roth (r.) beim Spaziergang mit OB-Kandidat Sebastian Habermeyer (l.) am Freitag durch Freising zufrieden fest. foto: Gleixner

Claudia Roth und OB-Kandidat Habermeyer auf Erkundungstour

Freising - Gut eine Woche vor der Stichwahl in Freising war die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, am Freitag in Freising. Zusammen mit OB-Kandidaten Sebastian Habermeyer spazierte sie durch die Domstadt. Dabei lernte die Brennpunkte und Schmuckstücke gleichermaßen kennen.

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Das Eis hatten sie sich redlich verdient: OB-Kandidat Sebastian Habermeyer und die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth. Gut eine Stunde lang hatte man am Freitag zu Fuß die Innenstadt und ein Stück entlang der Isar erkundet. Fürstendamm und Moosach - Roth war begeistert: „Schon toll. Wie in Venedig.“

Aber es soll noch toller werden, erläuterte der grüne Hoffnungsträger. Zunächst freilich begrüßte Roth den Hund „Zenzi“ namentlich und erblickte zu ihrer Freude auch „den Michi“: Doch FSM-Anhänger Michael Kasper musste Roth enttäuschen: „Ich bin übergelaufen.“

Habermeyer erläuterte, er wolle erst einen Magneten in der Innenstadt, bevor man an die Moosach-Öffnung denken könne. Selbst Smalltalk über das schöne Wetter konnte der Grünen-Chefin eine politische Aussage entlocken: „Frühling - Grün bricht durch!“ Die Frage, wer denn der „nette Herr“ auf dem Sockel am Ende des Fürstendamms sei, hätte Roth vielleicht besser nicht gestellt. „O Gott, ich bin da nicht so …“, musste Habermeyer im Angesicht des Schroffenberg-Denkmals zugeben. Dafür wusste er genau, dass „Angströhren“ unter der Bahnstrecke hindurch nicht das Wahre seien, dass vor allem die Unterführung am ehemaligen Bahnposten 15 ein Sorgenkind sei („eine sehr ungute Situation“). Da müsse man Abhilfe schaffen.

Vor allem, so zeigte ein Blick von der Korbiniansbrücke (gegenüber von fünf FSM-Wahlplakaten): Man müsse aus dem trennenden Element Isar ein verbindendes Element machen, skizzierte Habermeyer seine Vorstellungen. Stichworte: Flaucher und Isarstege. „Wirklich anpacken“ müsse man da, forderte Habermeyer, dem in der Nähe der Luitpoldanlage Biergärten vorschwebten. Ganz nebenbei sprach er sich für ein Dach über der Eisfläche aus, äußerte aber Zweifel, ob es eine Einhausung wirklich brauche, habe man als Veranstaltungsort doch die Luitpoldhalle daneben.

Das „schwach frequentierte“ Parkhaus an der Sonnenstraße führte Habermeyer zu der Frage, ob man wirklich am anderen Ende der Altstadt noch ein Parkhaus brauche. Es sei schon zweifelhaft, ob man in Freising für Pkw-Stellplätze so viel Fläche benötige, die man doch besser nützen könne. „Ich bin nicht mehr bereit, da mitzumachen.“

Nach einem Plausch mit Ex-SPD-Kandidatin Eva Bönig fand man sich am Infostand auf dem Marienplatz ein: Dort betonten Habermeyer und Roth unisono, die Grünen seien als einzige auf allen politischen Ebenen gegen „solche unsinnigen Prestigeobjekte“ wie die Startbahn.

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