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511 Schüler, deren Eltern und Lehrer saßen und standen am Dienstag in der Aula der neuen Realschule Gute Änger in Lerchenfeld. Nach vier Jahren im Container wird jetzt im neuen Schulhaus unterrichtet – eines der modernsten in Bayern, sagte Landrat Josef Hauner (r.). Aber ganz fertig ist der Bau noch nicht.

Nach vier Jahren Planung und Bau

Die Container-Zeiten sind vorbei: Realschule Gute Änger in Freising eröffnet

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Nach vier Jahren im Container hat die Realschule Gute Änger endlich ein Schulhaus. 511 Schüler werden dort künftig unterrichtet. Doch ganz fertig ist der Bau noch nicht.

von anna schwarz

Freising – Am ersten Schultag standen gestern noch Radlader und Bauzäune an der Realschule Gute Änger in Lerchenfeld: „An den Außenanlagen ist noch nicht alles fertig“, sagte die die stellvertrendende Schulleiterin Ursula Zitzelsberger: „Und auch bis der Boden in der Sporthalle fertig ist, wird es noch bis Oktober dauern.“ Bis dahin machen die 511 Schüler draußen Sport. Doch auch wenn die neue Realschule für rund 40 Millionen Euro noch nicht ganz fertig ist – die Fünft- bis Neuntklässler und ihre Eltern waren am Dienstag bereit für ihren ersten Tag.

Schulleiterin Andrea Weidl begrüßte die Hundertschaften an Schülern und Eltern um punkt 8 Uhr in der lichtdurchfluteten Aula. In der hochmodernen Schule können die Schüler künftig in Lernlandschaften mit einer Virtual Reality-Brille (VR)-Brille und 3-D-Drucker lernen – für die Kinder und Jugendlichen ein Quantensprung. Denn noch bis Sommer wurden sie in Containern an der Erdinger Straße unterrichtet.

Vor sechs Jahren wurde die Überlastung der Realschulen in Freising und Eching zu groß – der Kreistag beschloss eine vierte Realschule in Freising zu bauen, doch das dauerte. Die Bauzeit wurde durch den Containerunterricht überbrückt, anfangs lernten dort 79 Schüler – die heutigen Neuntklässler, im vergangenen Schuljahr waren es 400 Schüler in Containern. Diese Zeiten sind endlich vorbei.

Doch Lehrer Manfred Grabolle sieht in der Container-Zeit auch etwas Positives: „Da waren wir schon sehr eng zusammen, da wusste jeder: Man muss sich zusammenreißen“, sagte er. Im neuen Schulhaus werde es vielleicht ein wenig anonymer: Im kommenden Schuljahr kommt eine weitere Jahrgangsstufe dazu, denn die jetzigen Neuntklässler rücken dann in die zehnte Klasse vor. „Dann werden es hier etwa 600 bis 650 Schüler“, berichtete Zitzelsberger.

Und für sie soll Digitalisierung kein Fremdwort bleiben. Landrat Josef Hauner (CSU) sagte: „Ihre Schule ist eine der modernsten in Bayern.“ Zitzelsberger erklärte: Entlang der Klassenzimmer werden die Wände durch Glasfronten unterbrochen – jeder, der vorbeigeht, kann also reinschauen. Außerdem habe die Schule eine VR-Brille, damit könnten zum Beispiel Video-Telefonate mit den Partnerschulen im Ausland stattfinden. Und es gebe Lernlandschaften, wo Schüler aus verschiedenen Klassen gemeinsam lernen können.

Am Mittwoch, 26. September, können die Eltern das Schulhaus besichtigen – vielleicht ist bis dahin alles fertig.

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