Blase geplatzt: Ein Volksfest wird es im Coronajahr 2020 nicht geben - auch nicht in „light“.
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Blase geplatzt: Ein Volksfest wird es im Coronajahr 2020 nicht geben - auch nicht in „light“.

München als Vorbild genommen

Hier hat Corona gesiegt: „Volksfest light“ in Freising gescheitert - „Der Wille war da“

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Die Corona-Pandemie ließ das Freisinger Volksfest in diesem Jahr scheitern. Nun steht fest: Auch die „light“-Version nach Münchner Vorbild wird es nicht geben.

  • Wegen der Corona-Pandemie wurde das Freisinger Volksfest in diesem Jahr abgesagt.
  • Wie auch derzeit in München sollte dafür aber eine Art „light“-Version des Volksfestes stattfinden.
  • Diesen Wunsch mussten die Freisinger nun begraben.
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Freising – Ein Volksfest wird es heuer in der Stadt Freising nicht geben. So viel war klar. Doch auch ein „Volksfest light“ ist in Zeiten der Corona-Pandemie nicht möglich. Das war die Aussage der Verwaltung im Finanzausschuss am Montagabend, als Stefan Klopfer vom Ordnungsamt das Resultat der Überprüfung eines entsprechenden FDP-Antrags bekannt gab.

FDP-Stadtrat Jens Barschdorf, der ein solches „Volksfest light“ beantragt hatte, hatte die Stadt München als Beispiel angeführt, wo derzeit als Ersatz für das Oktoberfest auf der Theresienwiese ein über das gesamte Stadtgebiet verteilter Vergnügungspark in Betrieb gegangen ist.

Corona-Pandemie in Freising: Volksfest "light" gescheitert - auch Streetfood-Markt nicht möglich

Die Stadtverwaltung in Freising hatte daraufhin alle Beschicker, Gastronomen und auch den Festwirt zu einem Gespräch eingeladen, um deren Bereitschaft für ein solches Volksfest abzufragen. Ergebnis des Treffens am 2. Juli, so Klopfer: Aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie und eines immensen Aufwands zur Einhaltung der Hygienevorschriften sei den Fieranten das finanzielle Risiko zu groß. Damit, so Klopfer, sei die Sache für die Verwaltung eigentlich „erledigt“ gewesen.

Stefan Klopfer, Ordnungsamt: Streetfood-Event auch nicht möglich.

Kein Volksfest „light“ in Freising: Corona verhindert Feier - Münchner Stadt-Wiesn sollte Vorbild sein

Dann aber sei ein Antrag eines Freisinger Gastronomen eingegangen, der am 15. und 16. August in der Luitpoldanlage ein „Streetfood-Festival“ auf die Beine stellen wollte, dafür auch ein Hygienekonzept entwickelt habe. Das alles habe laut Klopfer „einen guten Eindruck“ gemacht, hätte auch den finanziellen Rahmen der Stadt nicht gesprengt.

Doch auch daraus wird nichts. Denn diesem Volksfest-Ersatz hätten zum einen das Landratsamt als Aufsichtsbehörde und vor allem die neueste Anweisung des Freistaats jetzt gerade einen Strich durch die Rechnung gemacht: Veranstaltungen mit Volksfestcharakter seien derzeit und noch bis zum 31. Oktober „absolut nicht möglich“, wie es der Chef vom Team Volksfest formulierte. Mit 2500 Besuchern pro Tag hätte der Antragsteller kalkuliert. In Corona-Zeiten und angesichts einer drohenden zweiten Welle einfach zu viel. „Uns sind also die Hände gebunden“, fasste Klopfer zusammen.

Festreferent Anton Frankl: „Der Wille war da.“

Volksfest aus wegen Corona-Pandemie: Freisinger müssen auf Feier verzichten - „Der Wille war da“

Volksfestreferent Anton Frankl (FSM) bestätigte diese Darstellung: Man hätte sehr gerne für die Standlbetreiber und die Bürger etwas organisiert, das Risiko sei aber einfach zu groß: „Der Wille war da, aber es funktioniert nicht.“

Die Stadträte nahmen die Ausführungen zur Kenntnis, konnten die Entscheidungen der Verwaltung auf Grundlage der Aussage der Fieranten und der Vorgaben von oben nachvollziehen, nahmen den Bericht zustimmend zur Kenntnis.

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