Ein Joint.
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Auf einer illegalen Corona-Party in Freising ging der Polizei ein Drogendealer ins Netz.

25 Personen feiern trotz Lockdown

Auf illegaler Corona-Party: Polizei kommt Drogendealer auf die Schliche - Rauschgift sichergestellt

  • Franziska Konrad
    vonFranziska Konrad
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Vor wenigen Tagen löste die Freisinger Polizei eine illegale Corona-Party auf. Dort ging den Beamten auch ein mutmaßlicher Drogendealer ins Netz.

Hohenbachern - Bei einer illegalen Corona-Party in Freising kam die Polizei zufällig einem Drogendealer auf die Spur. Dort stellten die Beamten etwa ein halbes Kilo Rauschgift sicher. Gegen den 32-Jährigen wurde jetzt ein Haftbefehl erlassen.

Illegale Corona-Party in Freising: Polizei erwischt mutmaßlichen Drogendealer

Am vergangenen Samstag, 13. Februar, erreichte die Freisinger Polizei der Hinweis zu einer illegalen Party. Trotz der damals geltenden Ausgangsbeschränkung sollten demnach 20-25 Personen im Ortsteil Hohenbachern gemeinsam feiern.

Am Einsatzort angekommen, entdeckten die Beamten nicht nur zahlreiche Partygäste - ihnen zog auch ein starker Cannabisgerucht in die Nase. Bei einer Personalienerhebung fanden die Polizisten bei sieben Feiernden etwa 140 Gramm Marihuana. Das Rauschgift war laut Polizeibericht zum Teil offen zugänglich.

Corona-Lockdown in Freising: Polizei findet ein halbes Kilo Rauschgift - und kommt Drogendealer auf die Schliche

Im Zimmer eines 32-Jährigen stießen die Beamtern bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung auf nochmal rund 320 Gramm Marihuana, zusammen mit einem Kampfmesser, über 1000 Euro Bargeld und typischen Händlerutensilien.

Die Ermittlungen wurden zwischenzeitlich von der Kriminalpolizei Erding übernommen. Laut den bisherigen Erkenntnissen wird dem 32-Jährigen ein Verbrechen nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Last gelegt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter gegen den mutmaßlichen Dealer Haftbefehl.

Nach illegaler Corona-Party: Verdächtiger will sich zu Vorwürfen bisher nicht äußern

Zu den Tatvorwürfen wollte sich der Verdächtige bisher nicht äußern. Auch gegen die restlichen Partygäste wurde ein Verfahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Trotz hartem Lockdown gibt es im Landkreis Freising immer wieder Infektionsschübe. Ein Grund könnten Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen sein. Täglich fährt die Polizei daher Einsätze. Und zahlreiche Einsatzkräfte mussten am Donnerstag zu einem Großeinsatz auf dem Eggertshof bei Freising ausrücken. Zeitweise bestand Explosionsgefahr. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Freising-Newsletter. (kof)

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