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Im Corona-Dauereinsatz: BRK hat alle Hände voll zu tun – und eine Bitte an die Bürger

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Gut gerüstet: Die Mitarbeiter an der Teststelle in Zolling sind gegen das Virus gewappnet. © BRK

Die Kräfte des BRK im Landkreis sind derzeit im Dauereinsatz - und die Arbeit wird noch mehr werden, mutmaßt Kreisgeschäftsführer Albert Söhl. Damit alles reibungslos laufen kann, richtet er vor allem eine Bitte an die Bürger.

Landkreis – Während viele Menschen aufgrund von Kurzarbeit und Ausgangsbeschränkungen eher weniger zu tun haben, ist beim BRK das Gegenteil der Fall. Die Ausbreitung des Coronavirus im Kreis Freising bedeutet für die Einsatzkräfte eine Reihe an Aufgaben. Diese werden mit vielen Ehrenamtlichen und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) gemeistert und von einem dafür eingerichteten Krisenstab koordiniert, berichtet BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl.

Arbeiten an Teststrecke und Hilfs-Hotline

Dazu gehört zum Beispiel die Corona-Teststrecke in Zolling. Sechs Helfer nehmen dort Abstriche von möglichen Infizierten, die ausschließlich von Hausärzten oder der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) dafür angemeldet werden können. „Auch für die Terminvergabe und die Vorbereitung des Testmaterials sind BRK und JUH gemeinsam verantwortlich.“ Zentral erledigt wird das in Freising. Dort ist laut Söhl außerdem eine Hotline eingerichtet, über die bis zu vier Kräfte täglich von 8 bis 16 Uhr Hilfen und Dienstleistungen für Menschen, die nicht anderweitig versorgt werden können, organisieren.

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Koordination: In der Stabstelle Freising unterstützen Mitarbeiterinnen die Einsatzleitung in der Organisation. © BRK

Mobile Abstrichstelle in Betrieb genommen

Neben dem stationären Abstrich-Center in Zolling hat kürzlich zudem eine mobile Abstrichstelle den Betrieb aufgenommen. „Das Auto steht normalerweise in der Kreisgeschäftsstelle in Freising. Dieses Fahrzeug kann zu Personen und Einrichtungen geschickt werden, deren Abstriche nicht in dem Zollinger Drive-in durchgeführt werden können. Außerdem würden mit diesem Auto Transporte von Corona-positiven Patienten übernommen – „wenn diese keine oder nur eine leichte Symptomatik aufweisen und vom Krankenhaus zurück nach Hause gebracht werden können“.

Das ist aber noch nicht alles: Sobald die Krankenhauskapazitäten erhöht werden, „kommen neue Aufgaben auf die Helfer zu“, schätzt Söhl. Die Planungen dafür seien bereits in vollem Gange. „Das BRK Freising wird auch hier Personal zur Verfügung zu stellen, um die Pflegekräfte zu unterstützen.“

Die Corona-Krise wirke sich auch auf die üblichen Aufgaben des BRK aus: So müssten etwa immer wieder Mitarbeiter des Rettungsdiensts in Quarantäne geschickt werden, weil sie nicht im Vorfeld darüber informiert wurden, dass ein Patient mit Covid-19 infiziert ist. Söhl betont: „Gerade jetzt, da das BRK mehr denn je darauf angewiesen ist, gesunde und verfügbare Einsatzkräfte zu haben, ist es wichtig, dass die Einsatzkräfte sofort informiert werden, wenn auch nur die Vermutung einer Infektion besteht. Nur so können auch die künftigen Herausforderungen in hoher Besetzung gemeistert werden.“ ft

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