CSU-Fahrplan mit Stadthalle, Industriegebiet - und ohne Startbahn

Freising - „Fahrplan 14/20“ nennt die Freisinger CSU ihr Wahlprogramm. Fünf Stationen hat das Papier, mit dem die CSU Kurs auf die Stadtratswahl nimmt. Überschrift: „Themen bestimmen die Richtung.“

Wie meistens sagt man als Partei erst einmal, was man erreicht hat. Bei der CSU ist das nicht anders. Da heißt es „2008 gesagt, 2014 getan“: Eisstadion, Kombibad, Westtangente, Asamsanierung, Bürger-Volksfest hat man als Themen aufgelistet, die die CSU favorisiert habe und die jetzt Realität werden.

Die erste Station im „Fahrplan 14/20“ heißt: Unternehmen Freising. Da stehe die schrittweise und sinnvolle Umsetzung der Innenstadtkonzeption ganz oben, so der stellvertretende CSU-Ortschef und Stadtrats-Listenführer Peter Geiger. Ein „Stadtmanager“ müsse die Attraktivität der Altstadt für den so oft genannten „Magneten“ steigern. Aber man geht weiter: Ein Gesamtkonzept zur wirtschaftlichen Zukunft Freisings brauche man und eine halbe Stelle für die Wirtschaftsförderung sei zu wenig.

Konkret will die CSU Überlegungen für ein Industriegebiet mit Autobahnanschluss anstoßen. Ganz wichtig: Freising brauche eine Stadthalle für Veranstaltungen, Kongresse und Messen.

Nächster Halt: Stadtteile. Fünf CSU-Teams haben sich neben der Altstadt die Stadtteile in den vier Himmelsrichtungen angeschaut. Ergebnisse: Der Freisinger Norden solle besser zusammenwachsen, brauche ein echtes Zentrum. Im Freisinger Süden sollte man über eine Diskothek nachdenken, im Osten die Luitpoldanlage neu gestalten.

Etwas länger ist der Name der dritten Station: Freising - lebenswert ein Leben lang. Ganz oben stehe da, so betont Geiger, der „konstruktive Kampf“ gegen die dritte Startbahn. Was der CSU aber besonders am Herzen liegt, wäre eine Bezirkssportanlage im Freisinger Norden, um so auch die Probleme der SG Eichenfeld zu lösen.

Wer beim vierten Halt aussteigt, landet in „Altbayerns Juwel in Kirche, Kunst und Kultur“: Die Sanierung des Asamkomplexes sei da „ein Muss“, betont Geiger. Und dann verweist er auf den Unterpunkt „Zeitgeschichtliche Kultureinrichtung“. Gemeint ist, dass sich die CSU durchaus vorstellen könnte, den Bunker Fridolin auf dem Areal des ehemaligen Standortübungsplatzes bei Untergartelshausen als einen baulichen Zeitzeugen für die Phase des kalten Krieges zu nutzen.

Letzte (aber nicht End-) Station: Fortschritt durch Wissenschaft und Bildung. Hier strebt die CSU eine zielgerichtete Ansiedlungspolitik von Unternehmen an, die im Bereich derjenigen Forschungsschwerpunkte tätig sind, die auf dem Weihenstephaner Campus gelehrt werden. Und die CSU könnte sich gut die ständige Einrichtung einer „Freisinger Kinderuniversität“ vorstellen. Schlagwort für alles: „Ideenschmiede Freising“.

Was man da zusammengetragen hat, sei der Ausfluss von mehreren Klausurtagungen, den Wahlkampfveranstaltungen in 2013 und den Gesprächen mit zahllosen Bürgern, berichtet Geiger.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

700 Wodkaflaschen und mehr: Freisinger Furtnerbräu-Wirt fischt jahrelang Müll aus der Moosach
Jahrelang hat Ludwig Dinzinger, der Wirt des Freisinger Furtnerbräus, in seinem Kanu Müll aus der Moosach gezogen. Was er dabei alles gefunden hat, ist unglaublich.
700 Wodkaflaschen und mehr: Freisinger Furtnerbräu-Wirt fischt jahrelang Müll aus der Moosach
Über 100 Corona-Tests in Marzlinger Seniorenheim - THW hilft mit Notfallbox
Weil eine Mitarbeiterin des Marzlinger Seniorenheims positiv auf Corona getestet worden ist, findet dort heute eine Reihentestung statt. Das THW lieferte eine Notfallbox.
Über 100 Corona-Tests in Marzlinger Seniorenheim - THW hilft mit Notfallbox
Detail macht Nachbarn stutzig: Polizei schnappt Einbrecher
In Eching sind zwei Pärchen in eine Wohnung eingebrochen. Weil einem Nachbarn ein Detail auffiel, konnten die Eindringlinge geschnappt werden.
Detail macht Nachbarn stutzig: Polizei schnappt Einbrecher
Mann packt Buben (11) am Hals und beleidigt ihn - „Das nächste Mal zünde ich dich an!“
Weil er vermutete, dass ein Bub sein Auto beschädigt hatte, packte ein Freisinger den Elfjährigen am Hals, zerrte ihn herum und beleidigte ihn rassistisch.
Mann packt Buben (11) am Hals und beleidigt ihn - „Das nächste Mal zünde ich dich an!“

Kommentare