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Wenn der Stadtrat an der Radlstraße Kammergasse festhalten will, fordert die CSU den Komplett-Rückbau. Archiv: leh

Union in Freising kritisiert scharf: Kammergassenplanung „kurzsichtig“

Freisinger CSU: Lieber einen Stadtpark als eine Radlstraße

  • Wolfgang Schnetz
    vonWolfgang Schnetz
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Die CSU will keine Sperre  der Freisinger Kammergasse für den motorisierten  Verkehr. Deswegen legt sie Alternativen vor. 

Freising – Bei der jüngsten Planungsausschuss-Sitzung hat sich der Freisinger Stadtrat – mit Ausnahme des CSU-Fraktionsvorsitzenden Rudi Schwaiger – für die Sperre der Kammergasse für den motorisierten Durchgangsverkehr ausgesprochen (wir berichteten). Diese Sperre lehnt die CSU „strikt ab“. Ortsvorsitzender Jürgen Miekes kritisiert: „Die Entscheidung zeigt mal wieder ganz deutlich, welche Prioritäten in unserem Stadtrat vorherrschen. Es geht dem Gremium nicht um die Beteiligung aller Bürger, sondern um eine Klientelpolitik zu Lasten derjenigen, die mit dem Pkw fahren.“ Durch die Sperre werde der Verkehr auf dem inneren Ring nicht weniger, man verlagere ihn nur.

Andere Variante

Mieskes: „Wir als CSU haben beim Runden Radltisch im Rathaus eine andere Variante vorgeschlagen, die aber auf taube Ohren gestoßen ist.“ Der Vorschlag der Union: Die Kammergasse bleibe in ihrer derzeitigen Befahrbarkeit bestehen, „sie wird jedoch von der Einmündung Wippenhauser Straße/ Kammergasse (AOK) bis zur Einmündung B  301/Mainburger Straße mit einem Fahrradschutzstreifen versehen. Zudem solle die Kammergasse zur dauerhaften Tempo-30-Zone werden. Diese Variante schaffe nicht nur Sicherheit, „sie fördert auch die friedliche Koexistenz aller Verkehrsteilnehmer“.

Jürgen Mieskes und die CSU lehnen die Sperrung ab.

Jürgen Mieskes weiter: „Sollte der Stadtrat trotzdem an der im Ausschuss verabschiedeten Planung festhalten, so stellen wir eine konkrete Planungsforderung, die wie folgt lautet: Die Kammergasse wird für den gesamten Pkw-Verkehr, mit Ausnahme der Anlieger, Rettungsfahrzeuge sowie Ver- und Entsorgungsunternehmen gesperrt. Die Kammergasse soll auf ihre gesamte Länge zurückgebaut und nur mit einem rund drei Meter breiten, einspurigen Fahrstreifen, flankiert von Formgehölzen, ausgeführt. Die entfallenden oberirdischen Parkflächen (kleiner und großer Parkplatz im Bereich Volkshochschule) an der Kammergasse werden durch eine öffentliche Tiefgarage ersetzt.

Schöner Stadtpark

Durch den „gewonnenen oberirdischen Raum“ stelle sich die Freisinger Union „einen „schönen Stadtpark mit Verweilzonen, Spielplatz, Kleintier-Streichelzoo und gastronomischen Betrieben vor, in dem auch kleinere Kulturveranstaltungen mittels Kleinkunstbühne stattfinden können“.    ft

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