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Unter dem Gewölbe des Schafhofs traf sich die Freisinger  CSU zum Neujahrsempfang. Den Hauptredner, Staatsminister Marcel Huber (2. v. r.) begrüßten in Freising: JU-Vorsitzender Martin Hauner, Alt-Bezirkstagspräsident Franz Jungwirth, Bezirksrat Simon Schindlmayr, Kreisvorsitzender MdL Florian Herrmann und Freisings Ortsvorsitzender Jürgen Mieskes (v. l.).

CSU-Neujahrsempfang im Freisinger Schafhof

„Wir wollen nicht spalten“

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Er sang das das Hohelied auf den Freistaat Bayern, auf die CSU und auf Markus Söder: Staatsminister Marcel Huber. Der ehemalige Tierarzt fühlte sich laut eigener Aussage wohl im Schafhof. Die CSU hatte zum Neujahrsempfang geladen.

Freising – „Paradox!“ Das war das Wort, das dem Leiter der Staatskanzlei, Marcel Huber, am Donnerstag häufig über die Lippen kam. Vor den Gästen des CSU-Neujahrsempfang im Europäischen Künstlerhaus im Norden Freisings blickte Huber auf ein Land, in dem es sich sehr gut leben lasse, ein Land, dessen Bilanz sich sehen lassen könne, in dem aber trotzdem Wahlergebnisse wie das bei der Bundestagswahl zustande kämen, bei der fast ein Viertel radikale Parteien rechts und links gewählt hätten, so Huber. Die Botschaft des Staatsministers war klar: Man müsse das Vertrauen der Bürger wiedergewinnen, man müsse ihnen das Ungerechtigkeitsgefühl nehmen. Der Mann, der nun dafür auch als Heimatminister in Berlin zuständig sei, heiße Horst Seehofer. Und der könne das, war sich der Staatsminister sicher.

Mit dem Begriff „Heimat“ hatte es am Donnerstag im Schafhof nach der Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden Jürgen Mieskes auch begonnen: CSU-Bezirksrat Simon Schindlmayr hatte in seinem Bericht aus dem Bezirkstag betont, dass Heimat ein wichtiges Thema „für uns alle“ sei – und jetzt auch glücklicherweise in Berlin.

MdL und Kreisvorsitzender Florian Herrmann nahm die Proteste gegen die Startbahn vor den Toren des Schafhofs zum Anlass, um klarzustellen, dass es zwischen CSU-Orts- und Kreisverband Freising auf der einen, Aufgemuckt und Plane Stupid auf der anderen Seite inhaltlich in dieser Frage keinen Dissens gebe. Und Herrmann betonte, es werde „keine juristischen Tricks geben“, um das Bürgervotum gegen die Startbahn aus München auszuhebeln. Heimat – das bedeutet in Freising auch Dom und Domberg. Dass sich der Stadtrat kürzlich dann hinter die Pläne der Erzdiözese gestellt habe, begrüßte Herrmann. Denn die Lage sei ernst gewesen. „Da hätte eine zweite Säkularisation gedroht“, so der Landtagsabgeordnete. Der forderte im übrigen eine Rückkehr zu einer Politik der Fakten. „Wir wollen nicht spalten – das tun schon die Radikalen. Wir wollen die Menschen zusammenführen“, so das CSU-Credo für die anstehende Landtagswahl im Oktober.

Ein Wohlstand, wie es ihn noch nie gegeben habe, eine Sicherheit, wie man sie sonst wohl nirgends kennt, und ein schon über 70 Jahre lang währender Friede – das alles könne einen laut Marcel Huber doch eigentlich zu der Überzeugung führen: „Mensch, in diesem Land schaut’s doch total gut aus“. Dass es dennoch zu so einer Protestwahl kommen könne wie im September 2017, das bereite ihm Sorge, so der Staatsminister. Huber stellte klar: „Wir sind ein christliches und reiches Land.“ Wenn jemand aus Not komme, müsse man ihm helfen. „Aber es kommen eben nicht nur solche“, mahnte Huber. Fazit: „Die Tür Asyl muss offen bleiben“, aber nur für die, die es wirklich brauchen. Hubers Hoffnung: Die CSU habe ihre Position zur Asylpolitik in den Verhandlungen mit CDU und SPD „durchgebracht“, Horst Seehofer sei in Berlin der richtige Mann, um sie nun auch in die Tat umzusetzen. Und Markus Söder sei der richtige Mann, um als Ministerpräsident den Freistaat Bayern in weine weiterhin so erfolgreich Zukunft zu führen.

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