Kulturgespräch 

CSU will Freising zur Strandstadt machen

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Ein Kulturstrand an der Isar, endlich eine Sommernutzung in der Eishalle, dazu eine Wirtschaftsoffensive in der Innenstadt – die CSU sprudelt nur so vor Ideen, wie man Kultur und Tourismus in Freising voranbringen kann.

Freising – Das Kulturamt leiste tolle Arbeit, die Kulturschaffenden sowieso. Aufgabe der Politik sei es, diese Aktivitäten zu begleiten, beschreibt Kulturreferent Hubert Hierl die Situation in Freising. Aber die Politik sei auch dazu da, Anregungen zu geben, neue Ideen einzubringen. Und das taten Hierl und der CSU-Ortsvorsitzende Peter Geiger gestern beim Kulturgespräch.

Hierl und die CSU könnten sich beispielsweise an der Korbiniansbrücke eine Art „Kulturstrand“ mit Ausschank und Sitzgelegenheiten vorstellen. Das gehe nicht von Heute auf Morgen, weiß Hierl, da gebe es sicher auch Widerstände zu überwinden, prophezeit Geiger, aber die CSU werde eine Prüfung dieses Vorschlags beantragen. Zudem könne man auch an einen „Stadtstrand“ denken – irgendwo in Weihenstephan oder auf dem Domberg. Oder auch auf dem Marienplatz?

Eine andere Maßnahme, um Kultur in Freising zu forcieren, wäre, endlich die eigentlich geplante Sommernutzung der Eishalle in die Tat umzusetzen. Wieso das noch nicht passiert sei, konnten Hierl und Geiger auch nicht beantworten. Aber gerade in Zeiten, in denen man wegen der Generalsanierung des Asamgebäudes auf der Suche nach anderen Spielstätten sei, sollte jetzt ein Konzept für die Sommernutzung der Eishalle erarbeitet werden, fordert die CSU.

Froh ist Hierl, dass es 2018 wieder einen Musicalsommer geben wird – dieses Mal allerdings, weil der Marienplatz von den Arbeiten am „Asam“ beeinträchtigt sei und weil man „kleinere Brötchen backen“ wolle, in der Luitpoldhalle: 2018 wird unter Leitung von Norbert Huber „Hairspray“ aufgeführt. Und mit dem Literaturfestival im Schafhof geht es auch weiter: Zwischen dem 13. und 17. September kommen bekannte Autoren nach Freising – Martin Walser zum Beispiel.

In die Offensive gehen will die CSU auch in Sachen Tourismus. Gerade während der Jahre, in denen jetzt die Innenstadt umgebaut, in denen das Asamgebäude saniert und der Domberg baulich umstrukturiert werde, brauche man ein Konzept, um weiterhin Touristen in Freising etwas bieten zu können, so Peter Geiger. Das gelte dann auch für die Zeit danach: Geiger schwebt eine Tourismus GmbH mit den drei Gesellschaftern aus Weihenstephan, vom Domberg und der Stadt vor.

Und dann fordert Geiger auch noch eine Wirtschaftsoffensive speziell für die kommenden Jahre, in denen die Innenstadtkonzeption umgesetzt wird: Neben „weichen“ Maßnahmen wie Infopoints und Ähnlichem brauche man auch „harte“ Faktoren, um die Menschen weiter in die Innenstadt zu locken. Umsonst in den Parkhäusern parken (zumindest in der ersten Stunde) – das wäre so eine Maßnahme. Und Geiger hätte nichts dagegen, wenn diese Regelung dann auch auf Dauer gelten würde.

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