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Geballter Datenschutz: Robert Kremer ist für neunzehn Kommunen im Landkreis zuständig. Jetzt hat sich der neue Datenschutzbeauftragte offiziell vorgestellt.

Datenschutzbeauftragter für den Landkreis Freising vorgestellt

Einer für (fast) alle

Datenschutz gehört mittlerweile zu den vorrangigen Aufgaben einer Kommune.  In der Region hat man das Problem  interkommunal gelöst: Robert Kremer (41) ist der neue Datenschutzbeauftragte des Landkreises Freising. Er ist bereits seit März im Amt und hat auch schon bei einigen Kommunen vorbeigeschaut.

Freising – Kremer, der sich als IT-Fachmann bei der Landeshauptstadt München einen Namen gemacht hat, stellte sich am Dienstagvormittag im Kreise von Bürgermeistern und Verwaltungsleitern aus neunzehn Kommunen vor. Im Beisein von Landrat Josef Hauner erklärte er, dass er sich inzwischen die notwendigen rechtlichen Kenntnisse angeeignet habe. „Ich habe mich sehr schnell fit gemacht in Datenschutzrecht“, sagte Kremer.

Zu seinen Hauptaufgaben zählt etwa die Überwachung der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften. Die Arbeit eines Datenschutzbeauftragten ist laut Kremer „ein Fulltime-Job“. Er könne deshalb auch nicht verstehen, „mit wie wenig Fernsicht“ der Gesetzgeber von allen Kommunen, ob groß oder klein, das Gleiche verlange. Oft würde der Datenschutz nämlich einem Mitarbeiter einfach oben draufgesetzt.

Nicht so im Landkreis, wie Hauner angesichts „diesen wichtigen Bereichs unserer täglichen Arbeit“ feststellte. Die Idee einen interkommunellen Lösung sei im Gemeindetag bei einer Bürgermeisterbesprechung aufgekommen. „Sie hat uns recht gut gefallen“, erinnerte sich Hauner.

Laut Konrad Schickaneder, seines Zeichens Bürgermeister von Rudelzhausen und Sprecher im Gemeindetag, gibt es für die interkommunale Zusammenarbeit, sprich für die gemeinsame Anstellung von Kremer eine einmalige Unterstützung des Freistaates in Höhe von 50 000 Euro. Die jährlichen Kosten die sich alle Kommunen im Landkreis, außer die Stadt Freising und die Verwaltungsgemeinschaft Mauern teilen, bezifferte Schickaneder auf 90 000 Euro. Laut Hauner gehen Freising und und die Verwaltungsgemeinschaft Mauern bereits eigene Wege beim Thema Datenschutzbeauftragter.

Ein erster Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen und Kremer hat bereits stattgefunden. So hat der Datenschutzbeauftragte schon Neufahrn und Rudelzhausen einen Besuch abgestattet. Er hob hervor, dass er sich als Gleichgestellter betrachtet. An die Anwesenden gerichtet machte Kremer deutlich: „Der Datenschutzbeauftragte ist Ansprechpartner für alle Beschäftigten und Bürger, nicht der Herr vom Landratsamt.“  Alexander Fischer

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