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Hochkarätiger Gast: Die SPD Freising mit (v. l.) Markus Grill, Peter Warlimont, Heidi Kammler und Helmut Weinzierl war stolz darauf, den DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch (r.) im Hofbrauhaus-Keller begrüßen zu können.

Hochkarätiger Gast

DFB-Vize Koch besucht SPD Freising

Freising - Eine Gesellschaft ohne ehrenamtliches Engagement ist für den DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch nicht vorstellbar. Beim Sommerempfang des SPD-Stadtverbands Freising appellierte er an die Politik, das Ehrenamt in allen Bereichen noch mehr zu unterstützen. Viel mehr.

Freisings SPD-Vorsitzender Markus Grill zeigte sich hocherfreut, mit Rainer Koch einen echten Hochkaräter für den Sommerempfang präsentieren zu können. Koch war am Montag noch bei der Eröffnung der Special Olympics in Hannover mit dabei, machte am Dienstagabend in Freising Station und flog am Mittwoch mit der Fußballnationalmannschaft zur Europameisterschaft nach Frankreich. Freisings Sportreferent Helmut Weinzierl charakterisierte ihn als „herausragenden Sportrepräsentanten“.

Koch, seit zwölf Jahren Präsident des Bayerischen Fußballverbandes, hat sich in jüngster Vergangenheit in ganz Deutschland einen Namen gemacht. Mehrere Monate lang war er Interimspräsident des DFB und damit quasi der mächtigste Mann des deutschen Fußballs. Für Freisings SPD ist er der perfekte Experte für das Thema „Anforderungen von Amateursport und Ehrenamt an die Kommunalpolitik“. Zwölf Jahre lang war er aktiv als Schiedsrichter tätig und trainierte selbst Nachwuchsfußballer. Beruflich ist Koch in Teilzeit als Richter am Landgericht München tätig. Und als Kommunalpolitiker in Poing kennt er auch bestens die Belange und Forderungen von Sportvereinen.

Koch hob in Freising die integrative Funktion des Sports hervor. Vor allem der Fußball könne die verschiedenen Teile der Gesellschaft sehr gut zusammenführen. „Die Integration von Flüchtlingen funktioniert gerade über den Fußball bestens“, sagte er. Dafür, dass der Sport diese zentrale, gesellschaftliche Funktion auf allen Ebenen ausüben könne, benötige man viele Ehrenamtliche. „Das Ehrenamt stellt den Amateursport auf ein solides Fundament.“

Der DFB-Vizepräsident ist sich freilich auch bewusst darüber, dass ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen auf Dauer nicht mehr so funktionieren könne wie bisher. Funktionäre, die sich über Jahrzehnte hinweg für einen Verein aufarbeiten, werde es so nicht mehr geben. „Die Vereine müssen umdenken und sich anpassen“, lautete sein Appell. Die ehrenamtliche Arbeit müsse auf mehr Schultern verteilt werden. Nach Überzeugung von Koch sei zudem ein Umdenken dahingehend erforderlich, dass der Fußballclub eine soziale Verpflichtung habe. So sei der Jugendtrainer auch als Sozialarbeiter gefragt. Solche Arbeit – das verdeutlichte Koch ebenfalls – sei allerdings nicht zum Nulltarif erhältlich.

Die Kommunen stehen aus seiner Sicht in der Plicht, den Vereinen in vielfältiger Weise unter die Arme zu greifen. „Wenn Sparmaßnahmen überlegt werden, darf der Sport nicht an erster Stelle stehen“, forderte Koch. Im Gegenteil: Neubau und Sanierung von Sportstätten dürften beispielsweise nicht vernachlässigt werden. Aber auch den Vereinen sprach Koch Mut zu, über die Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen nachzudenken.

Für sein ehrenamtliches Wirken erhielt Sportreferent Helmut Weinzierl die Ehrenamtsnadel der SPD. Vorsitzender Markus Grill bezeichnete Weinzierl als „lebendes Lexikon“. „Er weiß über alles Bescheid, was in Freising in Sachen Sport los ist.“

Peter Spanrad

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