Ein farbiger Plan der Freisinger Altstadt.
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Dieser Plan zeigt mit den großen Farbbereichen die Sanierungsgebiete Altstadt und Wörth. Die gestrichelten Bereiche umgrenzen die geplanten Änderungen und Erweiterungen.

Planungsausschuss gibt grünes Licht für Sanierungssatzung

Freisings Altstadt reicht künftig bis zum Volksfestplatz

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Freising hat seine Sanierungssatzung aus dem Jahr 1992 erneuert. Weite Bereiche der Stadt werden nun in einem ganz anderen Umgriff gefasst.

Freising – Eine Gestaltungssatzung in Form eines Gestaltungshandbuchs gibt es in der Stadt Freising seit Januar 2020. Zwar hat man auch eine Sanierungssatzung für die Altstadt, die stammt aber aus dem Jahr 1992 und muss nun aktualisiert werden. Genau das hat der Planungsausschuss bereits 2019 beschlossen. Jetzt lag ein erster Entwurf der überarbeiteten Satzung vor, den die Stadträte auch so absegneten. Nun werden betroffene und öffentliche Aufgabenträger beteiligt, das Werk wird dann mit der Regierung von Oberbayern abgestimmt, sodass es bis Ende des Jahres 2021 endgültig beschlossen und rechtskräftig werden kann.

Bestimmte Nutzungen sollen ausgeschlossen werden

Erforderlich war die Neuaufstellung der Sanierungssatzung, da nur eine rechtsgültige Satzung die Grundlage für Zuschüsse zu Maßnahmen aus der Städtebauförderung darstellt. Die Ziele der Sanierung, die sich aus einer vorbereitenden Untersuchung von 1977, aus der Innenstadtkonzeption, aus dem Plan zur städtebaulichen Denkmalpflege und weiteren Einzelbeschlüssen des Freisinger Stadtrats ergeben, sind in der Begründung der neuen Satzung detailliert und auf zahlreichen Seiten aufgeführt. Hinzukommen auch der Ausschluss von Nutzungen im Sanierungsgebiet, die einen sogenannten „Trading-down-Effekt“ erwarten ließen. Gemeint sind damit Spielhallen und Spielcasinos, Striptease-Lokale, Sex-Kinos, Swinger-Clubs, Bordelle und Eros-Center, so die Liste der Nutzungen, die im Sanierungsgebiet Altstadt verboten werden sollen.

94 Hektar umfasst das Sanierungsgebiet

Der Umgriff des Sanierungsgebiets mit einer Gesamtgröße von rund 94 Hektar wird zum einen durch das Domberg-Ensemble und die Altstadt Freising festgelegt. Der Bereich um das Klinikum Freising herum wird aus dem Umgriff herausgenommen, da die gewünschten Wegebeziehungen zur Altstadt in einem Bebauungsplan gesichert werden sollen. Aufgenommen werden hingegen das Gebiet um den Lindenkeller, das Areal rund um den Veitshof, der Bahnhofsbereich im Süden sowie der Volksfestplatz in der Luitpoldanlage. Und auch der Johannispark wird in den Umgriff, für den die neue Sanierungssatzung gilt, aufgenommen.

Der Planungsausschuss machte durch einen einstimmigen Beschluss den Weg für die aktualisierte Sanierungssatzung frei.  

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