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Die Freisinger verreisen wieder - aber nur mit „Sicherheitsgurt“

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Von: Helmut Hobmaier

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Blick auf Inseln der Malediven.
Blick auf Inseln der Malediven. © Martin Moxter/Imago

Die Freisinger sind wieder in Urlaubslaune. Sie heben wieder ab – trotz Corona, aber nur mit Rücktrittsversicherung

Freising – Die Freisinger heben wieder ab – und zwar in alle Richtungen: „Wir haben jetzt hohe Abreisezahlen bis in den September hinein“, berichtet Manuela Paparizos. Das viel zitierte Kofferchaos am Flughafen sei in Wirklichkeit „weitaus harmloser“ abgelaufen. „Bis jetzt sind alle meine Kunden gut weggekommen“, meldet die Inhaberin des Reisemarkts in Freising. „Wir hatten bisher noch keinen Stehenbleiber“. Allerdings: Heuer gilt es, einiges zu beachten – sonst könnte etwa eine Corona-Infektion sehr teuer werden.

Für alle, die in den nächsten Wochen in den Urlaub fliegen, hat Manuela Paparizos einige wertvolle Tipps:

Versicherungen

Zwar gibt es immer noch die Möglichkeit, eine Flex-Option zu buchen, die eine Stornierung der Reise bis zwei Wochen vor dem Abflug ermöglicht. Doch was, wenn man sich kurz vor der Reise den Virus einfängt? In Deutschland gilt immer noch die Quarantänepflicht: „Mit Corona in den Flieger einzusteigen, geht nicht“. Einzige Option: Die Reise absagen. „Dann greift die Reiserücktrittsversicherung“, weiß die Reiseexpertin. Eigentlich wäre eine Pandemie ein Grund für einen Versicherungsausschluss. Aber die großen Versicherer hätten sich darauf geeinigt, im Falle einer Covid-Infektion und gegen Vorlage eines positiven PCR-Tests, die Reisekosten zu erstatten. „Hut ab vor den Versicherungen“, sagt Paparizos, denn: „Den Versicherern entstehen dadurch momentan sehr viele Schadensfälle“, weshalb auch die Police teurer geworden sei. Aber so sei man gewappnet, um im Ernstfall nicht den vollen Reisepreis zahlen und zuhause bleiben zu müssen. Paparizos: „Viele Kunden schließen daher jetzt die Versicherung ab“.

Reisevorbereitung

„Eigentlich verlief der Urlaubsstart Anfang August wie immer“, berichtet die Freisinger Reiseexpertin. Natürlich habe es am Flughafen Wartezeiten gegeben und Schlangen – „aber das ist jedes Jahr so“. Wichtig sei, einen Zeitpuffer einzuplanen, möglicht online einzuchecken und den Koffer schon am Vorabend aufzugeben. „Kunden haben mir zurückgemeldet, dass sie drei Stunden vor dem Abflug am Airport waren und es diese Zeit auch gebraucht hat“, so Paparizos, „dann aber lief auch alles glatt“.

Das Gepäck sollte man gut kenntlich machen, etwa mit einem bunten Bändchen, und in den Koffer einen Zettel mit den wichtigsten persönlichen Daten legen – neben Namen, Adresse und Telefonnummer auch Reiseziel und Reisedauer. „Die üblichen Kofferanhänger reißen ja schnell ab“, berichtet Manuela Paparizos, „und in diesem Fall schauen die Mitarbeiter an den Flughäfen dann auch in den Koffern nach.“

Sicherheit an Bord

Müssen eigentlich im Flieger noch Masken getragen werden? „An Bord herrscht Maskenpflicht“, erklärt Paparizos. Das sei eine Vorgabe der Airlines, die auch streng kontrolliert werde. Beim Essen und Trinken könne man die Maske freilich abnehmen. Inzwischen seien auch vertikale Luftaustauscher an Bord im Einsatz, die die Virenlast eindeutig senkten, erklärt die Freisingerin weiter.

Reiseziele

Die Bilder von liegen gebliebenen Koffern zu Pfingsten und im Juli hatten ihre Wirkung: „Das führte zu sehr großer Verunsicherung“, berichtet die Reisemarkt-Chefin, mancher Kunde sei dann wohl vom Flieger aufs Auto umgestiegen. Auch fehlten derzeit die kurzfristigen Flugbuchungen – wohl auch eine Folge dieser Verunsicherung. Doch im Grunde befände sich die Reisebranche wieder im stetigen Steigflug.

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Gebucht würden in Freising vor allem Griechenland, die Kanaren, die Balearen und – deutlich positiver Trend – Süditalien. Aber auch Fernreisen würden wieder ins Auge gefasst: „Da ist eine ganz große Sehnsucht nach diesen Zielen da“, weiß Paparizos, und zählt die Traum-Destinationen auf: Malediven, Mauritius, Mexico, USA und Dominikanische Republik. Auch die Kreuzfahrer seien wieder auf Kurs. „Die haben sich gut erholt. Die bekannten Reedereien sind im August bereits voll“.

Die Reise buchen

Der Trend ist laut Paparizos eindeutig: In schwierigen Zeiten wie diesen sei eine professionelle Beratung durch Reiseexperten und nachfolgend eine fundierte Vorbereitung der Reise wichtiger denn je. Da sich viele Kunden aber längst an die Online-Bucherei gewöhnt hätten, offerieren Büros wie der Reisemark jetzt ein Kombipack: „Wir können Online-Angebote anbieten“, informiert Paparizos, „und parallel dazu unsere bewährte persönliche Beratung – etwas, was digital nicht geleistet werden kann“.

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