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„Müll verboten“ steht auf den selbstgemalten Plakaten der Abfall-Sammlerinnen. Beim Betrachten der Zeichnungen, die jetzt an einigen Straßenbäumen hängen, müsste eigentlich jedem ein Licht aufgehen, wie man es nicht macht.

Müllsammeln for future

Diese Freisinger Erstklässlerinnen setzen ein Zeichen gegen die Müllflut 

Keine Lust auf einen dreckigen Schulweg: Weil sie der Müll an den Paul-Gerhardt-Schulen so stört, haben die drei Erstklässlerinnen Luisa, Lana und Heidi ihm den Kampf angesagt.

Freising – Viele nehmen ihn schon gar nicht mehr wahr – doch er ist überall. Müll sammelt sich besonders an stark frequentierten Orten, wie etwa vor Schulen wie den Paul-Gerhardt-Schulen an. Drei Erstklässlerinnen – Luisa, Lana und Heidi – waren die weggeworfenen Tüten, Dosen und Plastikfetzen vor ihrer Grundschule ein Dorn im Auge. Jeden Tag kamen sie auf ihrem Schulweg dran vorbei – bis sie einen Entschluss fassten: Sie sammeln den Müll der anderen ein.

Es stürmte und regnete, als sich die drei jungen Damen trafen, begleitet von einigen Geschwistern und Eltern. In Reih und Glied gingen sie die Straße vor der Grund- und Mittelschule auf und ab, und sammelten dabei alles ein, was sie finden konnten. Tatkräftig wurden Papiertüten, abgebrochene Stifte und anderer Müll in die mitgebrachten Tüten verfrachtet. Heidi krabbelte sogar hinter eine Hecke, um einen kaputten Akku einzukassieren.

Der Abfall hatte die Mädels schon seit Wochen genervt. Als der Schnee wegtaute, kam der Müll zum Vorschein. Daheim wurde das auch ein Thema: „Mama, da liegt so viel Müll. Heute habe ich 25 Stück gezählt“, berichtete etwa Luisa ihrer Mutter Melanie Maier. Die erklärt: „Die Kinder wollten einfach nicht passiv bleiben und was gegen den Müll tun.“

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Also haben sie zunächst daheim Plakate mit Slogans wie „Müll verboten“ oder durchgestrichenem Unrat gemalt – ein Appell, nichts achtlos in die Natur zu entsorgen. Vor der Müllsammelaktion wurden dann die Plakate an geeigneten Bäume entlang des Gehwegs angebracht. „Der meiste Müll kommt von Schülern, die in ihrer Pause zum nahen Rewe gehen und auf dem Rückweg Verpackungsmaterial achtlos ins Gebüsch schmeißen“, mutmaßt Melanie Maier. Zwar gebe es an der Schule einen Mülldienst für den Pausenbereich, dieser schließe aber nicht die Gehwege vor der Schule ein.

Sogar ins Gebüsch krochen die Mädchen, um achtlos weggeworfene Verpackungen einzusammeln. 

Nach der Aktion hatten die Mädchen ein gutes Gefühl: Lana glaubt, dass man so etwas bewegen kann – und Spaß hat ihr die Aktion auch gemacht. Fürs Erste ist der Schulweg von Luisa, Lana und Heidi nun wieder sauber – und die selbst gemachten Plakate bleiben garantiert nicht wirkungslos. Da sind sich die kleinen Müllsammlerinnen sicher.

Alice Majewski

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