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Wird der Kletterhallenbetrieb zum Kommerz? Freisings DAV-Chef Christian Rester winkt ab:  „Wir machen noch nicht mal Gewinn.“

Diskussion um Kletterhallen der Alpenvereine  

DAV Freising bleibt „non-profit“

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Ärger für den Deutschen Alpenverein: Nach einer Klage muss sich die Sek-tion Darmstadt ins Handelsregister eintragen lassen. Grund sind Diskussionen, ob die Kletterhallen des DAV mittlerweile schon Kommerz sind – oder noch Vereins-charakter haben. Freisings DAV-Chef Christian Rester beschwichtigt – und blickt tiefenentspannt in die Zukunft.

Von anton Hirschfeld

Freising – „Das Urteil ist schon drei Jahre alt“, klärt Christian Rester auf. Das Urteil – damit meint er den Beschluss des Amtsgerichts in Darmstadt, dass sich die örtliche Sektion des DAV in das Handelsregister eintragen lassen muss. Aktualität bekomme es durch die Klage privater Hallenbetreiber über unfaire Wettbewerbsnachteile der Sektion in Berlin.

Christian Rester: „Wir verfolgen ideelle Ziele.

Signalwirkung hat das Urteil schon, erklärt Christian Rester – allerdings in eine andere Richtung. „Die meisten Sportangebote laufen über Vereine mit ehrenamtlich Engagierten, die von der Kommune unterstützt werden.“ In Vereinen könne man dem Nachwuchs beibringen, was Gesellschaft bedeutet, indem man sie früh mit in das Vereinsgeschehen einbindet. Die Betreiber privater Hallen „surfen auf einer Welle, die wir als DAV ausgelöst haben“, und beschweren sich jetzt – „das finde ich schon komisch“. Man baue als DAV-Sektion schließlich keine Hallen aus Profitgier – sondern um ein Sportangebot zu haben. „Wir verfolgen als Idealverein ideelle Ziele.“

Auch deshalb ist Rester tiefenentspannt: „Wir führen unsere Steuern ab, sind da super-sauber.“ Man betreibe die Halle selbst, mache keinen Profit, weil noch massig Verbindlichkeiten aufgrund des Hallenneubaus bestünden. Und selbst, wenn irgendwann am Ende des Tages ein Gewinn stehen sollte: „Dann schrauben wir eben die Eintrittspreise runter.“ Unter dem Strich wird der größte Verein des Landkreises (über 5000 Mitglieder) „non-profit“ bleiben – und damit bleibt der Vereinscharakter, auch aufgrund des ehrenamtlichen Engagements, erhalten, sagt Rester.

Recht bekommt der DAV übrigens vom Oberlandesgericht Frankfurt, das schon 2010 in einem Urteil bestätigt hatte, dass der Kletterhallenbetrieb den Vereinscharakter nicht beschädigt. Auch das Gericht der Europäischen Union hat im Urteil vom 9. Juni 2016 verkündet, dass die öffentliche Förderung von Kletterhallen des DAV „rechtmäßig und binnenmarktkonform“ sei. Einzig die „Mega-Hallen in München“, die von fremden Firmen geführt werden, könnten irgendwann einmal Probleme bekommen, mutmaßt Rester. „Bei uns wird sich allerdings nichts verändern“ – da ist sich der DAV-Chef sicher.

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