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Als „epochales Bauwerk“ wird der Entwurf für das Kardinal-Döpfner-Haus gefeiert – links im Plan das neue Diözesanmuseum.

Erzbischöflicher Finanzdirektor zur Entscheidung im Freisinger Stadtrat

Domberg-Umbau: „Der Beschluss jetzt ist von großer Wichtigkeit für uns“

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Er war vor Ort, als der Freisinger Stadtrat sich nun doch für die Umbaupläne am Domberg ausgesprochen hat. Im FT-Interview äußert sich der Erzbischöfliche Finanzdirektor Markus Reif, wie er das Abstimmungsergebnis aufgenommen hat, warum ihn das vorherige Nein des Stadtrats überrascht hat, und wie es nun weitergeht.

-Herr Reif, wie haben Sie das Ja des Stadtrats aufgenommen?

Die Positionierung des Stadtrats zu den Kernanliegen der Erzdiözese bei der Weitergestaltung des Dombergs ist positiv. Die Öffnung des Dombergs, seine verbesserte Erreichbarkeit und das Nützen von Synergien zwischen den Gebäuden und den dort beheimateten Institutionen sind für uns unabdingbar. Gleichzeitig bin ich als Finanzdirektor natürlich froh darüber, dass das Projekt ohne weitere finanzielle Verluste wieder aufgenommen werden kann.

-Haben Sie mit dem Ergebnis gerechnet?

Es ist ja bekannt, dass Ende vergangenen Jahres der Oberbürgermeister und die Vorsitzenden aller Stadtratsfraktionen zu einem Gespräch im Ordinariat waren. Dieses Gespräch war konstruktiv, sodass alle um eine positive Lösung bemüht erschienen.

-Aber Sie wurden schon einmal vom Stadtrat überrascht – oder hatten Sie damit gerechnet, dass der Stadtrat sich im Oktober 2017 gegen das Projekt stellen könnte?

Nein. Wir hatten eine lange und sehr intensive Vorbereitung mit Absprachen aller Beteiligten hinter uns und waren der Meinung, dabei sehr gute gemeinsame Lösungen gefunden zu haben.

-Können Sie nachvollziehen, dass sich einige Räte über die Planungen nicht richtig informiert gefühlt haben?

Wenn Mitglieder des Stadtrats dies so empfinden, nehmen wir das mit Bedauern zur Kenntnis. Ich bin allerdings der Meinung, dass wir wirklich sehr transparent gearbeitet haben – beginnend mit der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, der danach erfolgten Bürgerbeteiligung, der Ausstellung im Pop-Up-Store im Asamgebäude und natürlich im Rahmen der in den darauf folgenden knapp zwei Jahren durchgeführten intensiven Gespräche und Vorabsprachen mit der Stadtverwaltung und den anderen Stellen und Behörden.

-Die Erzdiözese hat nach der Abstimmung im Oktober die Verlässlichkeit der Stadt in Frage gestellt. Wie sieht es jetzt mit dem Vertrauensverhältnis aus?

Der Umfang der Maßnahmen, die wir am Domberg umsetzen wollen, fordert die Erzdiözese in einzigartiger Weise. Wir müssen den Einsatz der erheblichen finanziellen Mittel gegenüber den Gläubigen in allen Regionen des Erzbistums rechtfertigen. Wesentliche Voraussetzung dafür ist die Gewissheit, dass die Stadt Freising hinter den von uns erklärten Kernanliegen steht. Dieser Unterstützung waren wir uns nach der unerwarteten Entscheidung im Oktober nicht mehr sicher. Deshalb ist der Beschluss jetzt von großer Wichtigkeit für uns.

-Wie geht es weiter?

Wir müssen uns in der nächsten Zeit sortieren und werden dann entsprechend agieren.

-Wann beginnen die Umbauarbeiten?

Zunächst braucht es noch die entsprechenden Bescheide der Stadt, dann wird sich alles Weitere klären.

-Wann könnten die Arbeiten abgeschlossen sein?

Nach Baubeginn rechnen wir beim Diözesanmuseum mit einer Bauzeit von nicht ganz drei Jahren und beim Gebäude des ehemaligen Marstalls von nicht ganz zwei Jahren.

-War das am Montag eine historische Entscheidung für Sie?

Der Beschluss des Stadtrats ist grundlegend für die Weiterentwicklung des Dombergs, die für die nächsten Jahrzehnte prägend sein wird.

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