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Die tragenden Säulen des Domkonzertabends vom Sonntag waren wie immer Orchester, Chor und Solisten. Und der Arrangeur dieser drei Elemente sowie des gesamten Programms brillierte am Pult: Kirchenmusikdirektor Matthias Egger.

Domkonzert-Debüt von Matthias Egger

Ein großer Abend für die Romantik

Freising - Der Romantik, also dem beginnenden 19. Jahrhundert, hatte sich das erste große Domkonzert unter Leitung des neuen Kirchenmusikdirektors Matthias Egger verschrieben. Ein echter, ein wahrer Genuss.

Großes Konzert, große Komponisten, große Kunst – an jenem Sonntagabend im Freisinger Mariendom war alles groß. Und das nicht nur im Hinblick auf die Quantität der Beteiligten mit großem Orchester und großem Chor, sondern vor allem auch qualitativ: Was da unter Leitung von Matthias Egger das Publikum erfreute und in seinen Bann zog, waren musikalische Darbietungen von allerhöchster Güte, von tiefer Emotionalität und von starker geistlicher Erbauung.

Carl Maria von Weber, wohl eher bekannt als Erschaffer von weltlichen Werken, hat auch sakrale Musik komponiert: Seine „Jubelmesse“ in G-Dur, 1819 aufgeführt anlässlich der Goldenen Hochzeit des Königspaares in Dresden, ist so ein Beispiel für diese Seite des Komponisten. Die Interpretation des Werkes durch die Freisinger Dommusik bot schon im ersten Teil des Konzerts alles, was man sich als Besucher an Stimmungen und Stimmen erhoffen durfte: Behutsam und zurückhaltend vorgetragene Passagen voller Anmut und Zartheit trafen auf Fortissimo-Stellen, rührten einmal die Zuhörer an, rüttelten sie ein andermal auf. Das waren die Stimmungen.

Die vier Solisten waren die Stimmen, auf die man hoffen durfte: Sopranistin Beate Hariades, auch nach dem Abschied von Papa Wolfgang Kiechle als Kirchenmusikdirektor auf dem Domberg eine unverzichtbare Größe der Dommusik, Altistin Florence Losseau, Tenor Sebastian Schäfer und Bass Michael Kranebitter setzten der „Jubelmesse“ von Weber die Glanzlichter auf.

Die Hymne „Hör mein Bitten“ und die Vertonung von Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit“, beide Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, dem anderen großen deutschen Komponisten der Romantik, bildeten den zweiten Part des eindrucksvollen Konzerts. Sopran und Chor waren die tragenden Säulen dieser Werke – zwei Säulen, auf die Kirchenmusikdirektor Egger, die Dommusik und deshalb auch die Zuhörer fest und stets bauen können. Nicht zu vergessen das wie immer unaufgeregt, souverän und bravourös agierende Orchester. Auch das war groß.

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