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Eine große Trauergemeinde nahm gestern Vormittag am Neustifter Friedhof Abschied von Erich Bröckl, dem unvergessenen Volksfestmanager von Freising.

Die Domstadt Freising nimmt Abschied von Erich Bröckl

Freising verliert einen besonderen Menschen

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Die berühmte braune Aktentasche war da – doch der Mann, dem sie gehört, fehlte. Ihn zeigte zur Erinnerung ein Porträt: Erich Bröckl. Freising nahm gestern in St. Peter und Paul Neustift Abschied von ihm – einem Mann, der die Stadt in vielen Facetten geprägt hat.

Freising –Pfarrer Martin Fuchs, der seit Jahren Schaustellerseelsorger ist, verabschiedete den Verstorbenen und Freund. „Vom einen Fest zum anderen“ sei Bröckl jetzt unterwegs: vom Lebensfest auf der einen zum Fest Gottes auf der anderen. Bröckl sei das Bindeglied zwischen Schaustellern und Stadt gewesen und habe immer ein offenes Ohr für alle Anliegen gehabt.

OB Tobias Eschenbacher sprach von einer „besonders großen Leere, die Erich hinterlässt“. 40 Jahre lang war „der Bröckl“, wie er landauf, landab genannt wurde, im Ordnungsamt tätig und dort vor allem geschätzter Volksfestmanager.. Heuer hätte er offiziell am 31. August verabschiedet werden sollen. Doch eine Volksfest-Maß als echter Rentner war ihm nicht mehr vergönnt.

Eschenbacher ließ Bröckls Karriere Revue passieren – von den Anfängen, als er beim Volksfest nur teilweise mitwirkte, bis zuletzt, als er die Verantwortung an seine Nachfolger weitergab. Immer wieder musste der OB unterbrechen, weil ihm, wie auch der Trauergemeinde, vor Rührung die Tränen über die Wangen liefen. Freising verliere einen besonderen Menschen, an den man sich noch lange erinnern wird. Eschenbacher sagte: „Erich, ich werde dich vermissen.“

Der Vertreter des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute und Schausteller würdigte den „Volksfest-Manager“ auch: „Erich war ein Mann, der auf Bayerns Volksfesten einzigartig ist.“ Einen Zweiten wie ihn gebe es nicht. Drei OB, vier Volksfestreferenten und sechs Festwirte sah er unter seiner Ägide kommen und gehen – doch eines blieb gleich: „Der Bröckl“ war stets mit wachsamen Augen auf fast allen Festen Deutschlands unterwegs und hatte immer eine Vision, wie „sein“ Platz im nächsten Jahr aussehen soll, welche Beschicker wiederkommen und welche Höhepunkte hinzugefügt werden müssen.

Die Neustifter Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Man kannte, schätzte und mochte Erich Bröckl eben. Und so passte es eben, dass seine braune Aktentasche, sein „Büro“, wie er sie nannte, auch da war. Denn, wie sagte Pfarrer Fuchs: „Manchmal hatte es den Anschein, als sei sie an ihm festgewachsen.“ 

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