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Luz amoi begeisterte im Zirkuszelt.

Festival in der Luitpoldanlage

Ein Freisinger Winter-Wunder: Zweite Auflage des Mini-Uferlos zieht viele Besucher an

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Lagerfeuer-Romantik und Glühwein, gute Musik und heimelige Zeltatmosphäre, Wigwahm und Kinder – all das prägte auch das zweite „Winter Wunder“ in Freising.

Freising  Drei Tage lang lockte die Luitpoldanlage trotz Kälte das Volk an, machte kleine und große Besucher froh. Schon der Empfang im Winter Wunder war mit der gemütlichen Wigwham-Lounge-Atmosphäre eine wahre Freude: Das kleine Zirkuszelt verwandelten leckere Drinks und elektronische Musik mit den DJ’s Paul Fiction und Tomislave zu einem Magneten für die Besucher. Wie auch beim „großen Bruder“, dem Uferlos-Festival, konnte man über den Markt schlendern, die Produkte von Künstlern und Ausstellern aus der Region begutachten oder es sich mit Kuchen, Punsch und herzhaften Schmankerln gutgehen lassen.

Ganz verzaubert war das Freisinger Publikum beim zweiten Winter-Festival in der Luitpoldanlage. Gerammelt voll war das Zirkuszelt, als am Samstag die Wirtshausmusi aufmarschierte – samt Gstanzlqueen und uriger Musik aus dem Chiemgau.

Am Freitagabend stand mit Erwin & Edwin die erste Band auf der Bühne des großen Freisinger Bank-Zelts, bot der Fangemeinde die außergewöhnliche Mischung aus Electro, Brass, Funk, Pop und Rap. Am Samstagabend ging es dann bodenständiger, etwas ruhiger, weiß-blauer zur Sache: Die Wirtshausmusi war unterwegs mit Traudi Siferlinger. Mitgebracht hatte sie Bands und Künstler, die so ziemlich die ganze Bandbreite bayerischer Musik repräsentierte. Luz amoi mit ihrem ganz besonderen Stil der Volksmusik waren zu hören, aber auch die urigen und „a bissl varreckten“ Bast scho aus dem Chiemgau, ein Sextett, das nach eigenem Bekunden „für Neun spielt und für Zwölf säuft“, waren mit dabei. Nicht zu vergessen die Gstanzlkönigin Renate Maier, „ein Gstanzlorkan, die Gstanzlqueen“, wie Siferlinger das Original aus dem Rottal tutulierte. 

„Wozu brauchen wir Instagram?“

Schon der Einzug der volksmusikalischen Matadore ins Zirkuszelt war ein Erlebnis. Die Blasmusik von Bast scho mit teilweise absurden Verrenkungen, das musikalisch exquisite und mitreißende Angebot von Luz amoi mit alten und neuen Liedern, Maier, die Frau mit der „ausgewachsenen Lebensmittelschwangerschaft“ und keinen Berührungsängsten, dazu Siferlinger, die das Publikum zu einem almerischen Jodler oder einem schweren Kanon animierte. All das zeigte eindrucksvoll, dass bayerische Wirtshausmusik auch unter dem Dach eines Zirkuszeltes wunderbar funktioniert. Motto laut Siferlinger: „Wozu brauchen wir Instagram? Wir haben ja Instrumente!“

Traudi Siferlinger hatte in Freising auch „varreckte“ Musik dabei.

Zur Eröffnung hatte das Jugendstreichorchester der Musikschule Freising unter Leitung von Ursula Bongard aufgespielt, das mit englischen und irischen Fiddle-Melodien etwas über die bayerischen Grenzen hinaus schaute. Der Sonntag klang dann ruhig aus: mit ökumenischem Festgottesdienst und Kinderprogramm – Zwergengeschichten inklusive. Dann war‘s vorbei, das Wunder. Das Winter-Wunder.

Lesen Sie auch: Das Publikum liegt "Luz amoi" zu Füßen

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