Das Bild zeigt die Grafik der Buslinienkonzept der ÖDP. Alle Quartiers- bzw Stadtteillinien steuern auch die Innenstadtlinie (im Zentrum grün) an.
+
Elf Linien, inklusive der Ringlinie (rot) um Freising, umfasst das Buskonzept der ÖDP. Alle Quartiers- bzw Stadtteillinien steuern auch die Innenstadtlinie (im Zentrum grün) an.

Ein Ring, sie alle zu verbinden

Freisinger ÖDP-Räte stellen Buskonzept für die Stadt vor: Linien der Zukunft

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
    schließen

Emilia Kirner (ÖDP) hat zusammen mit ihrem Stadtratskollegen Ulrich Vogl ein neues Buskonzept für Stadt und Landkreis vorgelegt.

Freising – Den aktuellen Stand, auf dem der Busverkehr derzeit in der Stadt und vor allem im Landkreis Freising ist, bezeichnet Emilia Kirner als „sehr erschütternd“. Damit jetzt endlich einmal „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden, hat die Direktkandidatin der ÖDP nun zusammen mit ihrem Stadtratskollegen Ulrich Vogl ein neues Buskonzept für Stadt und Landkreis vorgelegt. Würde man diesen ersten Entwurf annehmen und von einem Planungsbüro genauer untersuchen lassen, dann auch im Wesentlichen so umsetzten, wäre das „ein großer Schritt“ hin zu der so dringend notwendigen Verkehrswende.

Die Überlegungen

Grundlage der Überlegungen ist, dass Menschen stets das günstigste, bequemste und schnellste Verkehrsmittel wählen, um von A nach B zu kommen. Wenn dann Busse nicht gut getaktet sind und man oft umsteigen müsse, dann scheide der ÖPNV eben oft aus. Deshalb sieht der ÖDP-Vorschlag für die Stadt Freising so aus: Da ist zunächst eine große Ringlinie (Linie R), die am Stadtrand von Freising verläuft und die Stadtteile Lerchenfeld, Schlüterareal, Vötting, Am Vogelherd, den Norden, Neustift, Tuching, Ast und die Schwabenau verbindet. Im 15-Minuten-Takt sollen die Busse diese 19 Kilometer lange Schleife gegen den Uhrzeigersinn bedienen, so dass man, wenn man von Vötting in die Clemensänger wolle, nicht erst im Stadtkern oder am Bahnhof umsteigen müsse.

Die Linien

Und dann sollte es zehn sogenannte Q-Linien geben, die die einzelnen Quartiere und Stadtbereiche abdecken: Zwischen fünf und zehn Kilometer lang sind die Linien, die ebenfalls im 15-Minuten-Takt fahren sollen und die den Norden, den Nordwesten, den Westen, den Südwesten, den Südsüdwesten, den Süden, den Südsüdosten, den Südosten, den Osten und den Nordosten des Stadtgebiets bedienen. Und alle diese Linien nutzen die „Innenstadtlinie“, von der sie dann in verschiedene Richtungen abzweigen, so dass die Innenstadt alle eineinhalb Minuten von einem Bus angefahren werde. Wichtig: Diese Linien und diese Taktung müssten auch bis in die Abendstunden hinein und an Wochenenden gelten. Auf diese Weise, so Kirner, bekomme man ein „kohärentes Konzept“, das einmal den Blick von oben auf das Stadtgebiet werfe. Weg von kleinen, immer wieder nachbessernden Maßnahmen also hin zu einem großen Wurf. Voraussetzung sei freilich, dass endlich der schon lange diskutierte Bustunnel am Bahnhof Freising von der ehemaligen B 11 auf die andere Seite der Gleise realisiert wird.

Der Landkreis

Und für den Landkreis? Da geht der ÖDP-Blick über die Grenzen hinaus: Denn zusätzlich zu der Expressbuslinie nach Garching (X1) sollen weitere sieben solcher X-Linien eingerichtet werden, die sternförmig nach Erding, Mainburg, Au, Pfaffenhofen, Petershausen, Indersdorf und Dachau fahren, dabei wichtige Orte und Ortsteile auf der Strecke bedienen und in einem 30-Minuten-Takt (in Randzeiten im 60-Minuten-Takt) verkehren.

Die Realisierung

Das alles könne wohl nicht in einem Schwung umgesetzt werden, weiß Vogl. Kein „Big Bang“ also. Aber in einem Zeitraum von rund vier Jahren sollte es gelingen. Zumindest dürfe es nicht so lange dauern wie die Einrichtung der Expressbuslinie X1: Die habe die ÖDP schon 2013 angeregt. Ende 2021 wird sie nun Realität. Das jetzt vorgelegte Konzept wird man als Antrag auf Prüfung und Ausarbeitung durch ein Planungsbüro jetzt dem Stadtrat und dem Kreistag vorlegen.

TUM-Dekan tritt zurück: Brau-Professor zieht Konsequenzen aus anhaltender Kollegen-Kritik

Freising-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Freising-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Freising – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare