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Gelegenheit, ihrem Ärger Luft zu machen, hatten die Tüntenhausener bei der Bürgerversammlung am Montagabend. Und ärgern müssen sie sich im Moment gewaltig – vor allem über eine „sehr schwierige Baustelle“. 

Bürgerversammlung in Tüntenhausen

Eine „blöde Ampel“ erzürnt die Bürger

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In Tüntenhausen sorgt eine Maßnahme des Staatlichen Bauamts für Unverständnis und Kopfschütteln: Ein kleiner Bach, eine kleine Brücke, aber ganz großer Ärger.

Freising Seit dem 4. Oktober (und voraussichtlich noch bis Mitte Dezember) wird die Brücke der Bundesstraße B 301 in Tüntenhausen saniert, seit 4. Oktober ist die Brücke halbseitig gesperrt, wird der Verkehr mit einer Ampel geregelt. Ihr Leid klagten die Tüntenhausener am Montag bei der Bürgerversammlung Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher.

Von zahlreichen Beschwerden und Anrufen im Rathaus wusste der OB schon, dass es eine „sehr schwierige Baustelle“ sei. „Wer legt eigentlich fest, wo die blöde Ampel steht?“, echauffierte sich ein Tüntenhausener darüber, dass die Lichtsignalanlage so versetzt worden sei, dass die Zufahrten zur Itzlinger Straße und nach Zellhausen teilweise nicht möglich seien. Würde man die Ampel ein paar Meter weiter verschieben, wären die Straßen jederzeit nutzbar. So aber müsse man riesige Umwege in Kauf nehmen, Umleitungen seien aber nur für Fußgänger ausgeschildert. Und denen, so ärgerte sich Ortssprecherin Elvira Wiesheu, habe man jetzt die Anforderungsampel weggenommen, mit der ein sicheres Queren der B 301 gewährleistet worden war. Während der Bauphase, so die Auskunft aus dem Staatlichen Bauamt, müssten Fußgänger eben die Phase abwarten, in der der Verkehr in beide Richtungen Rot habe. OB Eschenbacher sagte, die Stadt habe sich im Vorfeld der Bürgerversammlung aufgrund der eingegangenen Beschwerden beim Staatlichen Bauamt erkundigt. Dort habe man zugegeben, dass die Information für die Anwohner „nicht optimal“ gewesen sei. Das werde man aber, so habe der Projektträger versprochen, jetzt nachholen.

Und auch an anderer Stelle sorgen Autos in Tüntenhausen für Ärger: Dass Fahrzeuge – vor allem auch die der Kindergarteneltern des Brummkreisel – in der Itzlinger Straße rund um das Feuerwehrhaus (und auch im Hirtenweg) abgestellt werden, ärgert vor allem die Landwirte, die teilweise mit ihren Schleppern, Anhängern und Traktoren nicht mehr durchkommen, wie es ein Landwirt beschrieb. Der OB war erstaunt: Er dachte, die Stadt habe das inzwischen mit Parkverbotsschildern geregelt. Er werde der Sache nachgehen.

Und dann gab es doch noch Anlass zur Freude in Tüntenhausen: Weil man endlich den Vertrag mit der Telekom abgeschlossen habe, wie Eschenbacher verkünden konnte, habe die nun bis zum Juli 2018 Zeit, auch Tüntenhausen und die umliegenden kleinen Ortschaften mit Breitbandanschlüssen zu versorgen – sprich: mindestens 30 Mbit, in den meisten Fällen 50 Mbit.

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