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Ein grandioses Duo geben Sabine Setzer (M., als Haushälterin Kathi) und Richard Brückl (als Bauer Bertl) ab – hier mit Katrin Ismaier als dessen Schwester Fanny.

Attachinger Theater

Eine Dorfratsch’n in voller Aktion

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Freising - „Quak, quak, quak“ – eine Ente ist das Maskottchen der diesjährigen Aufführung des Attachinger Theaters. Denn die Laienspieler um Regisseur Günther Brückl herum haben sich heuer „Die Dorfratsch’n“ von Fred Bosch vorgeknöpft.

Zum 14. Mal tritt „s’Attachinger Theater“ im alten Schulhaus auf. Wer vermutet, die von außen an eines der Fenster gelehnte Leiter könnte mit dem altbayerischen Brauchtum des Fensterlns zusammenhängen, wird allerdings enttäuscht. Denn die Leiter ist die pragmatische Reaktion auf die heuer erstmals überraschend geforderten Sicherheitsbestimmungen der Stadt. Stichwort: zweiter Fluchtweg. Die Akteure auf der Bühne kann das alles freilich nicht beeindrucken und schon gar nicht beeinflussen: Das Ensemble ist mit der Bauernkomödie voll in seinem Element, schon das Bühnenbild einer etwas räudigen und schmuddeligen Bauernstube ist sehenswert – Spinnennetz samt Plastikspinne an der Deckenlampe inklusive.

Die Schauspieltruppe spielt ihre Stärken voll aus: Richard Brückl als Bauer Bertl und Sabine Setzer als seine Haushälterin Kathi geben ein grandioses Duo ab, das verbal so richtig austeilt, das gerne auch mal laut wird, ohne allerdings in Klamauk zu verfallen. Selbst deftige Dialoge, selbst Beschimpfungen wie „der wurmstichige Krauterer“ laufen nie Gefahr, niveaulos zu werden. Dafür sorgen auch Jens Benditz als Bürgermeister Ignaz und Daniele Lederer als dessen Frau Rosl. Die beiden sind ebenfalls ein Duo, das sich für dieses Stück und diese Inszenierung gefunden hat. Allein wie Ignaz seine betrunkene Rosl mit ihrer Strickjacke an einen Kleiderhaken hängt, ihr den Kopf tätschelt und ihr Gestammel mit einem wenig liebevollen „Halt’s Maul!“ unterbindet, sorgt dafür, dass sich das Publikum kringelt vor Lachen.

Hinzukommen Hans Bauer als Jungbauer Peter, sein Gspusi, die Bürgermeister-Tochter Reserl (Julia Schembera), Helmut Karl als Möchtergern-Bräutigam Vinzenz und Katrin Ismaier als Bertls Schwester Fanny, die aus „Milli..., Milli..., äh Milli..., Milky Way, naa: Milwaukee“ ins schöne Bayernland umsiedeln will. Keine Frage: Den zweiten Fluchtweg per Leiter aus dem Fenster im ersten Stock des Schulhauses benötigt man nur bei Feuer. Die Leistung der Attachinger Laienspieler führt eher dazu, dass man gerne noch länger sitzen bleiben würde. Noch neun Mal tritt unter dem Motto „Quak, quak, quak“ also die Dorfratsch’n in Aktion, sorgt mit ihrer Neugier und ihrem Plappermaul für reichlich Verwirrung und Gelächter. Nähere Infos zu den Aufführungsterminen unter www.attaching.de.

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