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So könnten die Gebäude auf dem Areal des Klinikums später einmal angeordnet sein. Das Modell zeigt die Ansicht von Südosten. 

Masterplan für das Freisinger Klinikum

Eine städtebauliche Groß-Operation

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Marode Gebäude, ein Parkplatz als Schotterwüste, verwinkelte Wegebeziehungen. Das Klinik-Areal ist städtebaulich kein Prunkstück. Ein „Masterplan“ soll das ändern. Gestern hat er zum ersten Mal das Licht der Öffentlichkeit erblickt.

Freising – Über 48 000 Quadratmeter groß ist die Fläche zwischen Vimy- und Alois-Steinecker-Straße, die als Sondergebiet für das Klinikum ausgewiesen ist. Die eigentlichen Krankenhausgebäude sind in den vergangenen Jahren erweitert, umgebaut und modernisiert worden. Jetzt geht die Klinik-Leitung daran, auch die Nebengebäude unter die Lupe zu nehmen und das gesamte Areal zu überplanen. Im Planungsausschuss der Stadt wurde gestern der „Masterplan“ vorgestellt – eine Art städtebauliche Groß-OP, die den derzeitigen Standort des Klinikums langfristig sichern soll, wie Geschäftsführer Andreas Holzner betonte. Denn die Defizite, die man derzeit in Sachen Infrastruktur aufweise, seien ein „massiver Wettbewerbsnachteil“ – allein schon deshalb, weil man dadurch mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen habe.

Um die Nachteile und Defizite baulich zu beheben, wurden die Architekten und Stadtplaner von Bogevischs Büro engagiert. Jürgen Klaffke legte dar, wie das Klinik-Areal bis zum Jahr 2024, so der sehr ehrgeizige Zeitplan, aussehen soll: Das in die Jahre gekommene Schwesternwohnheim im Nordosten werde abgerissen und durch einen neuen, aber viel niedrigeren Baukörper ersetzt. Die dadurch verloren gegangenen Flächen werden in Neubauten kompensiert, die man im Süden des Areals entlang der Alois-Steinecker-Straße errichten will. In all diesen Gebäuden sollen vor allem Schwesternwohnungen und Unterkünfte für Schüler der Krankenpflegeschule untergebracht werden. Solche Wohnmöglichkeiten seien wichtige Voraussetzung dafür, Personal rekrutieren und die Pflegeschule am Leben erhalten zu können. Städtebaulich würden die Bauten „eine neue Adresse“ für das Klinikum, so Klaffke zum neuen Erscheinungsbild bilden.

Und noch eine wichtige Voraussetzung gibt es, die die Fachkräfte nach Freising locken könnte und bisher am Klinikum nicht vorhanden ist: die Kinderbetreuung. Und deshalb soll im Osten an der Biberstraße eine Kindertagesstätte gebaut werden, die Platz für drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen bieten soll, so Holzner.

Durch die Maßnahmen gewinne man 10 000 Quadratmeter Geschoßfläche hinzu. Trotzdem werde der Anteil an Grünflächen nicht geringer, betonte der Planer. Wie das geht? Indem man die bisher oberirdischen Parkplätze im Süden durch mehrstöckige Tiefgaragen ersetzt.

Der Aufsichtsrat der Klinikum GmbH hatte den Masterplan in dieser Form genehmigt, das Werk war seit 2016 des Öfteren mit dem Stadtplanungsamt abgesprochen worden. Und auch im Planungsausschuss gestern stieß die Planung auf große Zustimmung: OB Tobias Eschenbacher sagte, er sei sehr froh, dass es diesen Gesamtplan gebe. Die Thematik, wie es in dem Gebiet weitergehen solle, bestehe ja schon länger. Karl-Heinz Freitag (FW) sagte ebenfalls, man könne „froh sein, wenn das Areal jetzt Struktur bekommt“. Wichtig sei, im Zuge der Planung eine Radwegeverbindung vor allem für Schüler vorzusehen. Und weil selbst Manfred Drobny (Grüne) „keine Einwendungen gegen die Planung“ hatte, wurde die Verwaltung einstimmig beauftragt, auf Basis des Masterplans eine Bebauungsplanänderung zu erarbeiten.

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