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Grips-Granaten: (v. l.): Laura Kligge Rodriguez, Oliver Borchert, Veronika Brandt und Maximilian Roithmeier. 

Dom-Gymnasium

Die Eins vorm Komma: „Ein geiles Gefühl“

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Sie haben nimmermüde studiert und sich zuletzt in Verzicht geübt – nun können sie die Früchte ihrer Arbeit ernten. Und was für Früchte: Oliver Borchert (17), Veronika Brandt (18), Maximilian Roithmeier (18) und Laura Kligge Rodriguez (18) schnitten beim Abitur am Freisinger Dom-Gymnasium am besten ab.

Freising – Borchert krönte seine Gymnasial-Karriere gar mit der Note 1,0. „Schon cool“, kommentierte er am Freitag. Und schickte gelassen hinterher: „Aber sagen wir mal so: Eine große Überraschung war es nicht.“

Wenig überraschend ist das Ergebnis für den jungen Mann deshalb nicht, da er schon die Jahre zuvor beste Zensuren erzielt hatte und es entsprechend nicht mit rechten Dingen hätte zugehen müssen, wäre sein Abitur schlechter ausgefallen. Als recht schwer habe er allerdings die Deutschprüfung empfunden. Borchert studiert bereits seit geraumer Zeit neben der Schule an der TUM Informatik und arbeitet für ein Unternehmen in München. An dieser Situation wird sich auch in nächster Zeit nicht viel ändern. „Die Abizeitung mache ich auch noch. Da ist schon viel zu tun“, sagt der Freisinger gelassen.

Die Marzlingerin Laura Kligge Rodriguez hatte gar nicht mit einem so herausragenden Schnitt von 1,1 gerechnet. „Eher mit 1,3 oder 1,4.“ Weil sie ursprünglich aber ein Medizinstudium im Sinn hatte, legte sie sich sicherheitshalber schon mal einen Plan B zurecht. „Inzwischen habe ich mich mit International Business angefreundet. Mal schauen, was es wird“, sagt die frischgebackene Abiturientin. Zum Entspannen reist Kligge Rodriguez nun zunächst nach Spanien, um ihre Familie zu besuchen. Zum Wintersemester immatrikuliert sich die 18-Jährige dann.

Mit einem „geilen Gefühl“ hat Veronika Brandt ihr Ergebnis von 1,1 entgegengenommen. Außerdem „überrascht und erleichtert“. Jetzt möchte die junge Frau aus Oberschleißheim erst einmal ein Jahr Pause machen. Die gedenkt sie mit Sprachkursen und Praktika zu füllen. „Anschließend möchte ich Maschinenbau in Bozen studieren.“ Gegebenenfalls steht auch noch eine kleine Reise auf dem Programm. „Geplant ist aber noch nix.“

„Ich bin froh, zu wissen, dass es vorbei ist“, schilderte Maximilian Roithmeier seine Gefühlslage nach der Notenbekanntgabe. Das Abi sei insgesamt fair gewesen, doch das Kolloquium in Französisch habe es in sich gehabt. Schwamm drüber, schließlich kann sich auch der 18-jährige Freisinger über einen 1,2er-Schnitt freuen. Als einziger im Quartett der Besten hat Roithmeier bislang keine „mittel- oder langfristigen“ Zukunftspläne. „Ich lebe jetzt erst mal in den Tag hinein.“ Der Gesamtschnitt liegt übrigens bei 2,18, gleich 21 Kollegiaten haben eine Eins vorm Komma.

ah

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