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Freisinger Jagdpächter macht eklige Entdeckung: Drei Hirschköpfe in Unterführung gefunden

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Von: Wolfgang Schnetz

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Jagdwilderei wird strafrechtlich mit allen Konsequenzen verfolgt.
Jagdwilderei wird strafrechtlich mit allen Konsequenzen verfolgt. © Symbolbild: dpa/Patrick Pleul

Drei Hirschköpfe - gut versteckt unter Gras - fand ein Jagdpächter aus Freising an der A92. Jetzt fahndet die Polizei nach dem Wilderer.

Landkreis – „Ein schwerer Fall von Jagdwilderei ist der Polizei Freising bekannt geworden“, meldet das Landratsamt: „Im Bereich der A 92 und der Staatsstraße 2584 auf Höhe des Flughafens entdeckte der dortige Revierinhaber Mitte Juli in einer Unterführung an der Autobahn die abgetrennten Schädel zweier Rotwild-Hirsche – gut versteckt unter frischem Gras.“ Da kein Blut vor Ort war, sei davon auszugehen, „dass die Schädel nicht am Auffindeort, sondern an anderer Stelle von den Tierkörpern getrennt wurden“.

Bitte melden

Landratsamts-Pressesprecher Robert Stangl: „Die Körper wurden aller Wahrscheinlichkeit mitgenommen und die Schädel auf diese Weise entsorgt.“ Die Polizei Freising ermittelt in diesem Zusammenhang wegen Jagdwilderei: „Wer hat in dem oben genannten Bereich auffällige Fahrzeuge oder Personen beobachtet? Hinweise zu der Tat können an die PI Freising unter Tel. (0 81 61) 5 30 50, gerichtet werden.

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Dringende Warnung

Die untere Jagdbehörde am Landratsamt Freising warnt in diesem Zusammenhang vor einer Verharmlosung der Jagdwilderei: „Es handelt sich um eine Straftat und wird strafrechtlich mit allen Konsequenzen verfolgt. Laut Strafgesetzbuch kann Jagdwilderei in besonders schweren Fällen mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden. Schwere Fälle liegen demnach etwa bei gewerbs- oder gewohnheitsmäßiger Jagdwilderei vor. Wird Wildbret unbekannter oder zweifelhafter Herkunft angeboten, sollte man dieses deshalb nicht kaufen. Die meisten Wilderer streifen nicht durch die Reviere oder warten auf Hochsitzen auf Beute, sondern schießen aus dem Auto heraus. Bei dieser sogenannten „Pirelli-Pirsch“ werden die Tiere getötet und die Kadaver anschließend direkt in den Kofferraum gepackt.“

Appell der Polizei

Die Polizei Freising appelliert an Jäger und Bürger, „bei einem Verdacht auf Wilderei umgehend die Polizei einzuschalten und nicht selbst einzuschreiten. Auf keinen Fall sollten sich Menschen durch ein unbedachtes Ansprechen oder Provozieren verdächtiger Personen selbst in Gefahr bringen, da diese Waffen bei sich haben könnten.“

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