Soul-Legende Aretha Franklin ist tot

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Friedrich Kardinal Wetter blickte in seiner Rede zurück.

Empfang im Freisinger Rathaus 

Kardinal Wetter steht jetzt im Goldenen Buch

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Er ist ohne Zweifel eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der jüngeren Geschichte Freisings: Friedrich Kardinal Wetter. Für den Ehrenbürger der Stadt Freising hatte man am Dienstag einen Empfang anlässlich seines 90. Geburtstags ausgerichtet.

Freising - Nach dem Gottesdienst in St. Georg versammelte sich die Gästeschar aus Kirche, Politik und Gesellschaft, um den Träger der Goldenen Bürgermedaille und Ehrenbürger ihre Aufwartung zu machen. Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher würdigte Wetter, der von 1982 bis 2008 als Erzbischof von München und Freising in der Domstadt seine Spuren hinterlassen hat, als einen Mann, der „unaufdringlich, aber kraftvoll, geradlinig, aber nicht stur, fest verwurzelt in der Gesellschaft“ die Erzdiözese geleitet habe. Wetter sei stets ein Mann der leisen Töne gewesen, erinnerte der OB, ganz einem Wort entsprechend, das Wetter zu seinem Jubiläum am 20. Februar geäußert habe: „Stille bedeutet nicht Schlaf, sondern Wachstum. Wenn’s kracht, geht gewöhnlich etwas in Scherben.“ Die Begründung, mit der Kardinal Wetter am 7. November 2010 die Ehrenbürgerwürde der Stadt verliehen wurde, gelte auch heute noch, so Eschenbacher: Wetter habe durch seine Persönlichkeit und Präsenz das Selbstverständnis Freisings als geistliches Zentrum nachhaltig gestärkt. Der OB erinnerte auch daran, dass man es auch dem Einsatz und der Unterstützung Wetters zu verdanken habe, dass am 14. September 2006 Wetters Vorgänger als Erzbischof, Papst Benedikt XVI., nach Freising gekommen war. Wetters Leben, Wirken und seine Persönlichkeit seien eng mit Freising verknüpft, fasste das Stadtoberhaupt zusammen. Der Beweis: Mit seinem Eintrag am Dienstagabend in das Goldene Buch der Stadt Freising sei der frühere Erzbischof jetzt „Spitzenreiter“, so der OB.

Wetter selbst blickte zurück auf das Jahr 1961, als er das erste Mal Freising besuchte. Seit 1968, als er Bischof von Speyer und damit Mitglied der Freisinger Bischofskonferenz wurde, habe er jedes Jahr mindestens einmal die Domstadt besucht. „Freising wurde damit ein Stück meines Lebens“, sagte Kardinal Wetter beim Empfang im Sitzungssaal des Rathauses, „Freising gehört zu meiner Identität und meinem Leben“, versicherte der 90-Jährige. Das Wort, das er in den 50er-Jahren von Erzbischof Joseph Wendel vernommen habe – „Freising gehört immer dazu“ –, habe er ein Leben lang auch als Erzbischof und Kardinal beherzigt. Und deshalb sah er den Empfang am Dienstag zu Ehren seines 90. Geburtstages als ein „Danken, dass wir zueinander gehören“.

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