Keine Lust auf Watschnbaum: Seehofer spricht über möglichen Rücktritt

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„Es war eine schöne Zeit für mich“: Georg Brandner (2. v. l.) gibt den Vorsitz des Krieger- und Soldatenverbands Vötting-Hohenbachern nach 24 Jahren im Amt ab. Verabschiedet wurde er von Vereinsmitglied und Landtagsabgeordnetem Benno Zierer (l.). Neuer Vorsitzender ist Georg Hagn (r.). 2. Vorsitzender bleibt Martin Mayerhofer (M.), als Schriftführer fungiert künftig Bernhard Wolf (2. v. r.).

Krieger- und Soldatenverband Vötting-Hohenbachern

Ende einer Ära: Nach 24 Jahren als KSV-Vorsitzender hört Brandner auf

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45 Jahre lang war Georg Brandner im Vorstand des Krieger- und Soldatenverbands Hohenbachern. Mehr als die Hälfte dieser Zeit stand er an der Spitze. Das ist nun vorbei.

Hohenbachern – 107 Jahre alt ist der Krieger- und Soldatenverband Vötting-Hohenbachern. Sage und schreibe seit 45 Jahren verzeichnen die Annalen ununterbrochen einen Namen in der Vorstandschaft: Georg Brandner. 21 Jahre war der heute 69-Jährige Kassier, in den vergangenen 24 Jahren 1. Vorstand des KSV. Am Freitag ging diese Ära zu Ende. Brandner trat nicht mehr an. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder bei der Versammlung im Hohenbacherner Schützenheim den bisherigen Schriftführer Georg Hagn.

Nach dem Rückblick auf das Jahr 2017, das von Kesselfleischessen, Ausflügen und der Teilnahme an Festen und Feiern geprägt war, dankte Brandner in seiner letzten Rede als Vorstand dem Landkreis, der Stadt und der Kirche – „auch wenn man immer wieder merkt, dass die uns nicht mag“, wie Brandner kritisch anmerkte. Neben vielen schönen Erfahrungen und Erlebnissen führte Brandner auch an, dass es Menschen gebe, die die Krieger- und Soldatenvereine „nicht mögen“. Deren respektloses Verhalten sei „beschämend“ und „sehr sehr traurig“.

Brandner, der das Amt des Vorstands vor 24 Jahren von seinem Schwiegervater Ignaz Huber übernommen hatte, gehe, so sagte er, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Es war eine schöne Zeit für mich.“ Als Vorstand werde man immer mehr gefordert, betonte Brandner auch. „Die neue Vorstandschaft soll sich das gut überlegen.“ Das hatten die Kandidaten sicherlich getan.

Ohne Gegenstimme wurde Georg Hagn zum neuen Vorsitzenden gewählt, 2. Vorsitzender bleibt Martin Mayerhofer. Der übernimmt derweil kommissarisch auch das Amt des Kassiers. Denn für Michael Kraus, den Schwiegersohn von Georg Brandner, der seit 24 Jahren Schatzmeister des KSV Vötting-Hohenbachern war und ebenfalls nicht mehr antrat, wurde kein Nachfolger gefunden. Dabei hätte der neue Kassier eine zum Jahresende 2017 mit knapp 14 000 Euro gut gefüllte Kasse des 47 Mitglieder zählenden Vereins übernehmen können.

Mit Bernhard Wolf konnte man allerdings einen neuen Schriftführer finden und wählen. Unverändert blieb für die kommenden drei Jahre auch die Besetzung der Posten der Reservistensprecher (Michael Wolf und Anton Zierer) und des Fahnenmeisters (Sebastian Kammerlohr). Stadtrat und MdL Benno Zierer machte den Mitgliedern des KSV Vötting-Hohenbachern Mut, bestätigte ihnen, dass Gedenktage wichtig und Vereine wie ihrer zentral für die Gemeinschaft seien. Und er hätte auch nichts dagegen, dass man einmal daran denke, Frauen in den KSV aufzunehmen, um das Überleben der Vereine zu sichern.

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