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Der Landfrauenchor des BBV hat – wie viele and ere Chöre auch – mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Jetzt wird auf Hochtouren für Nachwuchs geworben.

Landfrauenchor-Leiterin appelliert

„Engagierte Sängerinnen bitte melden!“

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Chorerfahrung ist erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich. Hauptsache, man ist weiblich, liebt das Singen und hat ein Dirndl. Der Landfrauenchor sucht Nachwuchs. Neue Sängerinnen braucht das Land.

Freising– Sie sind Frauen, die gerne singen. Und auch wenn er Landfrauenchor heißt, sind es doch nicht nur Landfrauen, die auf Chorleiterin Mariella Obermeir hören. Weil dieses Vokalensemble wie viele andere Chöre auch mit Nachwuchssorgen zu kämpfen haben, ist die Botschaft von Obermeir klar: Wer mitsingen will, muss keine Landfrau sein. Voraussetzungen sind die Freude am gemeinsamen Musizieren und ein Dirndl.

Mariella Obermeir ist seit 2009 Chorleiterin.

Als Obermeir 2009 die Leitung des Chors von Hannelore Bauer übernahm, da bestand der dreistimmige Frauenchor noch aus 25 Sängerinnen. Jetzt sind es gerade noch elf Frauen aus dem gesamten Landkreis, die das Fähnlein des Landfrauenchors hoch halten und einmal pro Woche im Keller des BBV-Hauses in Freising an der Mozartstraße proben.

Die Zahl der Auftritte, so erzählt Obermeir, halte sich in Grenzen: Vier Großveranstaltungen stemmt das Ensemble im Jahr – den Landfrauentag, die Landkreis-Maiandacht, den Kreisbauerntag und die große Adventfeier –, hinzukommen vor allem im Mai noch einige kleinere Auftritte. Wichtig für alle, die beim Landfrauenchor – genau genommen ein Arbeitskreis des Bayerischen Bauernverbands – mitmachen wollen: Einen finanziellen Beitrag muss man nicht entrichten.

Obermeir, gelernte Kirchenmusikerin und im Hauptberuf Polizistin, ansonsten aber „Vollblutmusikerin“, wie sie selbst sagt, sieht die Zukunft des Chors in Gefahr. Schon jetzt, wenn von den elf Sängerinnen eine oder zwei krank sind, „haben wir ein Problem“. Je mehr Frauen aktiv mitsingen, um so schöner und voller wäre der Klangkörper, um so weniger müsse man um Auftritte bangen. Dabei ist es egal, ob man ein Sopran, Alt 1 oder Alt 2 sei, betont die Chorleiterin. Denn bayerisches Kulturgut in Mundart zu vermitteln, Lieder aus der Hallertau lebendig zu halten, das wollen Obermeir und ihre Sängerinnen weiterhin.

Wer einmal eine Probe des Landfrauenchors miterlebt hat, der kann im wahrsten Sinn des Wortes ein Lied davon singen, mit welcher Freude und mit welchem Elan alle bei der Sache sind, wie es Obermeir versteht, das Feuer zu entfachen. Auch am 5. Dezember bei der Adventfeier in Helfenbrunn. Und auch bei Sängerin Juliane Streitberger, die am Sonntag ihren 80. Geburtstag feiert. Sicherlich mit einem Geburtstagsständchen des Landfrauenchors. Ihres Landfrauenchors.

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