Entscheidung im Freisinger Werkausschuss

Wasserpreise werden erhöht

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Dass nur ganz selten etwas billiger wird, ist eine Binsenweisheit. Und die gilt auch für Wasserpreise in Freising: Weil die Stadtwerke in den Jahren seit 2015 stets einen Fehlbetrag zu verzeichnen hatten, und weil die Neukalkulation der Wasserpreise nach einigen Jahren wieder anstand, müssen die Freisinger Bürger ab 1. Januar 2018 etwas tiefer in die Tasche greifen. Der Werkausschuss hat am Mittwoch eine Preiserhöhung beschlossen.

Freising – Wichtig: Laut Kommunalabgabengesetz ist dem Eigenbetrieb Stadtwerke eine dauerhafte Unterdeckung bei der Wasserversorgung nicht erlaubt. Die jetzt durchgeführte Neukalkulation, die sowohl das Minus der vergangenen Jahre als auch die Investitionen der kommenden drei Jahre berücksichtigte, hat nun eine Anhebung sowohl des Wasserpreises pro Kubikmeter als auch der Grundpreise ergeben. In Zahlen, wie sie die Geschäftsführung der Stadtwerke in Person von Andreas Voigt und Dominik Schwegler vorlegte: Der Nettopreis pro Kubikmeter Wasser wird von 1,40 Euro auf 1,51 Euro angehoben, was brutto für den Verbraucher eine Anhebung von 1,50 auf 1,62 Euro bedeutet. Und auch die monatlichen Grundpreise für Hauswasserzähler werden angehoben – für einen normalen Zähler in einem Wohnhaus von 3,06 auf 4,59 Euro netto. Laut Schwegler bedeute diese seit 2008 erstmals wieder notwendige Anhebung der Preise „keine ganz kleine, aber doch überschaubare Erhöhung“. Konkret heißt das für einen Vier-Personen-Haushalt: rund 20 Euro Mehrkosten pro Jahr.

Und dann ging es Mittwoch im Werkausschuss auch noch um andere Zahlen: Der Wirtschaftsplan, also der Haushalt der Stadtwerke für 2018, wurde vorgestellt – und auch abgesegnet. Danach rechnen die Stadtwerke 2018 mit einem Gewinn in Höhe von 1,7 Millionen Euro.

Dieses Ergebnis setzt sich zum Beispiel aus einem Plus von 4,4 Millionen Euro, das die Stadtwerke Versorgungs-GmbH einfahren wird, und einem Fehlbetrag von 833 500 Euro zusammen, den man aus der Freisinger Parkhaus und Verkehrs-GmbH erwartet. Bei der Trinkwasserversorgung rechnet man 2018 nach der zuvor beschlossenen Preiserhöhung mit einem Plus von 171 700 Euro, dafür sind 1,5 Millionen Euro Verlust aus dem Bäderbetrieb einkalkuliert.

Geprägt ist das Jahr 2018 auch von zahlreichen und großen Investitionen, wie Voigt und Schwegler erläuterten: Ganz oben auf der Liste stehen 14 Millionen Euro, die man allein im kommenden Jahr für den Neubau des Hallen- und Freibads „fresch“ ausgeben wird. Die Eröffnung ist übrigens nach wie vor für August 2018 geplant. Weitere 2,7 Millionen Euro werden in die Wasserversorgung investiert. Und damit noch nicht genug: 3,9 Millionen Euro sind an Investitionen in das Stromnetz vorgesehen, 1,6 Millionen Euro sollen in die Verbesserung und den Ausbau des Gasnetzes fließen, mit weiteren 910 000 Euro soll das Nahwärmenetz erhalten und verbessert werden.

Wichtige Nachricht: Strom- und Erdgaspreise werden im Jahr 2018 gleich bleiben. Und auch wenn das eine gute Nachricht war, die Binsenweisheit gilt hier ebenfalls: Billiger wird nur ganz selten etwas.

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