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Ihnen wird nie langweilig: Die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle – hier Hubert Maier – nahmen im Jahr 2015 nicht weniger als 165 000 Notrufe entgegen.

Bilanz

Integrierte Leitstelle meistert 450 Notrufe am Tag

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Landkreis - Die Integrierte Leitstelle bleibt die Herzkammer des Rettungswesens in der Flughafenregion: Rund 60 000 Einsätze wurden voriges Jahr koordiniert. Insgesamt gingen 165 000 Notrufe ein - das sind durchschnittlich 450 am Tag.

Die Integrierte Leitstelle Erding (ILS) ist für alle Einsätze von Feuerwehren und Rettungsdiensten zuständig und über die europaweit einheitliche und kostenlose Nummer 112 erreichbar. Sie untersteht dem Zweckverband Rettungswesen und Feuerwehralarmierung (ZRF) Erding. Zuständig ist die Alarmzentrale mit Sitz in Erding für die Landkreise Erding, Freising und Ebersberg. Nun legte Landrat und ZRF-Vorsitzender Martin Bayerstorfer die Bilanz für 2015 vor.

165 000 Notrufe gingen seinen Angaben zufolge im vorigen Jahr bei der ILS ein - oft steckte aber gar kein Ernstfall dahinter. „Leider passiert es häufig, dass sich Handys in der Hosentasche selbstständig machen und 112 anwählen“, berichtete Bayerstorfer. Die Zahl der tatsächlichen Einsätze bezifferte er mit rund 60 000. Der Rettungsdienst wurde 36 400 Mal angefordert - hinzu kamen 17 900 Krankentransporte. 1300 Mal wurden die Feuerwehren zu Bränden alarmiert, 3100 Mal zu Technischen Hilfeleistungen, etwa nach Unfällen. Weiter teilte der ZRF-Vorsitzende mit, dass 78 000 sogenannte „Infoeinsätze“ dokumentiert worden seien. „Hier erfolgte keine Alarmierung von Einsatzkräften, die ILS war vielmehr in Form von Auskunft, Beratung und Organisation aktiv.“

Vor gut einem Jahr machte die ILS Schlagzeilen wegen ihrer Personalknappheit. Vor der Presse berichtete Bayerstorfer, dass man die Zahl der Disponenten aufgestockt habe. Engpässe seien ebenso abgebaut worden wie Wartezeiten beim Absetzen von Notrufen. Für alle ILS-Mitarbeiter gelte, dass sie „nicht nur über eine fundierte Rettungsdienstausbildung verfügen, sondern auch feuerwehrtechnisch geschult sind“.

2015 war jedoch auch das Jahr, in dem der Notruf vereinheitlicht wurde. Neben der 110 für die Polizei gilt für Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze nur noch die 112. Die bis dato parallel gültige 19 222 wurde herabgestuft. Unter der Moosinninger Vorwahl 0 81 23 werden darüber bloß noch Krankentransporte koordiniert und abgewickelt. Es ist eine Nummer für Kliniken und Praxen, nicht mehr für Privatpersonen.

Auch zum Digitalfunk äußerte sich Bayerstorfer: Das ZRF-Gebiet Erding, Freising, Ebersberg sei eines der ersten in Bayern, das im Juni 2015 vollständig auf den abhörsicheren und weniger störanfälligen Digitalfunk umgestellt habe. Im Dezember habe das Mammutprojekt erfolgreich abgeschlossen werden können. „Hier waren wir Vorreiter, standen deswegen aber auch unter dem Einfluss vieler äußerer Faktoren“, so der Vorsitzende mit Hinweis unter anderem auf eine wiederholte Ausschreibung sowie viele weitere Verzögerungen. Beeindruckt zeigte sich Bayerstorfer, dass es gelungen sei, mehrere tausend Einsätzkräfte mit der neuen Technologie vertraut zu machen.

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