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Marzlings Datenautobahn wird billiger

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Marzling – Der Traum vom schnellen Internet wird in Marzling immer greifbarer – und nicht nur der Hauptort, sondern auch die kleinen Gemeindeteile sollen flächendeckend versorgt werden (wir berichteten). Und das wird jetzt sehr viel billiger als in der bisherigen Kostenschätzung von Michael Räbiger (Firma Corwese), der die Gemeinde in Sachen Datenautobahn berät.

Ging er im Oktober 2015 noch von rund 670 000 Euro Gesamtkosten und einem Eigenanteil der Gemeinde von 134 000 Euro aus, schaut es jetzt viel rosiger aus: Die Telekom muss nur noch 302 000 Euro investieren. Einen Teil bekommt der Versorger durch die Anschlusskosten wieder rein (rund 196 Haushalte). So bleiben von der Gemeinde rund 222 000 Euro zu finanzieren. Den Löwenanteil davon gibt’s als Fördersumme (rund 180 000 Euro), so dass die Gemeinde nur noch etwa 45 000 Euro stemmen muss. Den Grund für dieses „Schnäppchen“, erklärte Bürgermeister Dieter Werner: „Die Telekom hat ihre Leitungs-Infrastruktur seit Monaten kontinuierlich ausgebaut.“ Zudem wurde die Technik günstiger: „Der Markt regelt das für uns.“ 30 bis 50 Mbit Übertragungsgeschwindigkeit auf dem Land sieht das bayerische Förderprogramm als Ziel vor – und in diesem Rahmen bewegt sich Marzling künftig. Wo es noch hakt, sollen DSLAM-Vermittlungsstellen installiert werden, um die Orte an das schnelle Netz anzuschließen. Kritisch wird es dagegen in Unterberghausen, Goldshausen und Hangenham sowie im Marzlinger Süden. Vor allem die Riegerau sei laut Berater Räbiger mit unter sechs Mbit unterversorgt. Hier wird es die „Königslösung“ geben: Da eine eigene DSLAM-Vermittlungsstelle zu teuer wäre, sei es tatsächlich günstiger, jedes Haus mit Glasfaserkabeln zu versorgen, was den Nutzern 200 Mbit beschert.

Im zweiten Quartal 2017 soll es mit dem Ausbau losgehen. Im September 2018 will man mit den Arbeiten fertig sein.

Rubriklistenbild: © dpa

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