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Führungen rundeten das Programm der langen Bildungsnacht ab. So ging es etwa mit Michael Lutzenberger (deutend) unter dem Motto „Vom Burgturm zum Kirchturm“ durch alle Räume des Nordturms. 

Lange Nacht der Bildung – Abschied vor dem Domberg-Umbau

Erst die leichte Muse, dann die  schweren Bagger

So gehört sich das: Mit einer „Langen Nacht der Bildung“ hat sich das Bildungszentrum der Erzdiözese München und Freising für einige Jahre auf dem Domberg von seinem Publikum sozusagen verabschiedet. Denn bevor im Kardinal-Döpfner-Haus die Abbruch-, Um- und Neubauarbeiten beginnen, bevor schweres Baugerät auf dem Mons doctus anrückt, gab man sich noch einmal der leichten Muse, der stillen Einkehr, aber auch der Bewegung, der Diskussion und den Fragen des Glaubens hin.

Freising – Und weil eine gesunde Seele bekanntlich nur in einem gesunden Körper leben kann, war im Domhof ein Foodtruck postiert, um die Bildungshungrigen mit Speis und Trank zu versorgen. Im Zentrum dieses Abend standen Workshops – stets 45 Minuten lang, so dass man zur vollen Stunde in einen anderen Raum, in einen anderen Kurs und auch in eine andere Stimmungslage wechseln konnte. Denn schon um 18 Uhr bei der ersten „Runde“ fiel die Auswahl schwer – emotional war die Spanne groß zwischen „Singen nach Herzenslust“ mit Verena Oberloher und „Achtsamkeit – Gebet der Stille & Stressbewältigung“ mit Peter Rehn. Nicht minder spannend das, was im zweiten Durchgang angeboten wurde: Man hatte die Auswahl beispielsweise zwischen einer Diskussion zu Grundrechten und Antidiskriminierung mit Ruth Martini und Claudia Pfrang sowie Tänzen aus aller Welt mit Ingrid Brütting auf der einen, „Auf der Spur des Atems“ mit Sabine Bergsteiner auf der anderen Seite.

Und auch beim dritten Mal (ab 20 Uhr) gab es die besinnlichen Angebote wie „Bibel live erzählt“, bei dem man im Kreis um eine Kerze und eine aufgeschlagene Heilige Schrift herum saß, um Bibelerzählungen fast schon szenisch dargestellt zu erleben, gab es Angebote mit Bewegung wie die sakralen Kreistänze mit Rosalinde Mader oder auch Vorträge wie den von Stephan Mokry über Julius Kardinal Döpfner.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war Stiftungsdirektorin Claudia Pfrang zufrieden mit dem Zuspruch und konnte die Veranstaltung als Erfolg verbuchen: Weit über 100 Interessierte hatten sich da schon in den Räumen und im Haus eingefunden. Sie alle erlebten auch bei der 9. Langen Nacht der Bildung ein besonders stimmungsvolles Event: die Lichtfeier im Labyrinth im Innenhof des Neubaus – 45 Minuten, an denen alle Besucher teilnehmen konnten. Beim letzten Workshop-Durchgang (ab 22 Uhr) konnte man dann mit Christian Föckersberger erfahren, was „Teesophieren“ ist, und mit Matthias Egger und Friedrich Bernack „Curiositaeten ueber Corbinianus“ hören.

Um endgültig für einige Zeit Abschied zu nehmen, um noch einmal die wundervolle Atmosphäre des Renaissancehofes in sich aufsaugen zu können, um sich noch einmal Bilder und Impressionen für die kommenden sozusagen KDH-losen Jahre einprägen zu können, war zum Abschluss das Konzert der bekannten Unterbiberger Hofmusik gedacht und geeignet.

Stimmungsvoller und beeindruckender konnte das Adieu gar nicht sein. Servus, Kardinal-Döpfner-Haus. Bis bald. andreas beschorner

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