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Hereinspaziert: Bäderleiter Alexander Frederking (r.) begrüßt mit Ninja Flux den ersten Gast im fresch.

Plantschen und schwimmen

Erster Tag im fresch: So finden die Freisinger das neue Erlebnisbad

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Das lange Warten ist vorbei: Das Freisinger Erlebnisbad fresch hat am Freitag zum ersten Mal geöffnet. Die ersten Badegäste haben ihr Urteil gefällt.

Freising – Es regnet an diesem geschichtsträchtigen Tag. Sonne: Fehlanzeige. Der Himmel grau in grau. Dazu ein eisiger Wind. Alles in allem also das herrlichste Wetter für einen Hallenbad-Besuch und damit zugleich der perfekte Tag, um das fresch in Lerchenfeld zu eröffnen.

Um 9 Uhr gehen am Freitag die Glasschiebetüren für die Freisinger Bevölkerung zum ersten Mal auf - ein kleiner Schritt für Ninja Flux, aber ein großer für Freising. Die Sozial-Pädagogin  ist der erste Gast, den Bäderleiter Alexander Frederking im nagelneuen Hallenbad willkommen heißt. Die 55-Jährige hat in der Früh im Tagblatt gelesen, dass das fresch nach langer Wartezeit nun endlich öffnet. „Da muss ich hin“, war ihr erste Gedanke. „Schon im alten Bad habe ich täglich vor der Arbeit ein paar Runden gedreht. Diese Tradition möchte ich fortsetzen.“ Als Überraschung gibt es für sie von Frederking eine Garnitur Handtücher und Bademantel.

Sprudelnde Freude: Martin Aigner mit seinem Sohn Milan.

Die ersten Kommentare beim Blick durch die Glaswand auf das Erlebnisbecken: „Wie schön!“ „Toll!“ Oder einfach nur: „Wow!“. Kurz darauf haben sich schon die ersten Badegäste ins nasse Vergnügen gestürzt: Kinder, die noch gar nicht auf der Welt waren, als der Stadtrat im Jahr 2012 den Beschluss gefasst hat, das Hallenbad am Rabenweg zu bauen. Und Freisinger Urgesteine, die nicht damit gerechnet haben, so eine Attraktion in der Stadt überhaupt noch zu erleben. Sie alle lassen sich am Freitag durch den Strömungskanal treiben, entspannen sich auf den Massageliegen im Wasser bei einer Nackendusche oder lassen sich gleich in der finnischen Sauna im Wellness-Bereich kochen.

Geschwitzt haben am Donnerstag noch die Verantwortlichen der Freisinger Stadtwerke. Denn erst kurz vor 17 Uhr war klar, dass das fresch auch den letzten Test bestanden hat und, wie gewünscht, am Freitag öffnen kann. „Ich bin einfach nur froh, dass es geklappt hat“, sagt Bäderleiter Frederking und blickt auf die vielen strahlenden Gesichter im Becken. „Das ist meine Belohnung nach drei Jahren Arbeit.“

„Das fresch ist supermodern und ein wirkliches Familienbad“: Monika Schäfer mit Tochter Leni ist begeistert.

Franz Kessler, Leiter der Bademeister-Crew, hat in der Nacht zum Freitag kaum geschlafen. „Ich war einfach zu nervös“, verrät der Leiter der Bademeister-Crew. Lang war seine Nacht ohnehin nicht. Bis 22 Uhr war er Donnerstagabend noch durch das Hallenbad gelaufen, am nächsten Tag stand er bereits um 6 Uhr auf der Matte. Seit 19 Jahren ist der Ur-Freisinger als Bademeister tätig. „Schon als kleines Kind war ich jeden Tag im Freibad“, berichtet er. „Aber das hier – das ist eine ganz neue Welt.“

Fische und Badeenten: Ballonkünstler Ballontom beglückte die Kinder mit gewitzten Figuren. Er kommt auch am Samstag nochmal ins fresch. 

Eine Welt, von der auch die ersten Badegäste begeistert sind. „Das fresch ist supermodern und ist ein wirkliches Familienbad“, freut sich Monika Schäfer, die mit ihrer 14 Monate alten Tochter Leni und Oma Frieda Progl gekommen ist. „In den Umkleiden gibt es etliche Wickelunterlagen und große Schließfächer für Babyschalen. Im Bad stehen Buggys zur Verfügung. Es bleiben hier keine Wünsche offen.“ Schön findet es Monika Schäfer, dass auch Babyschwimmen angeboten wird. Die 37-Jährige zieht es ebenfalls in das Lehrschwimmbecken, bei dem dank des Hubbodens die Wassertiefe von 1,80 Meter auf 30 Zentimeter verstellt werden kann. „Ich schiele auf Aqua Zumba.“

Erhielten am ersten Tag nur Lob: die Bademeister  (hinten, v. l.) Elisabeth Abel, Philipp Gerstl, Richard Rothkopf, Franz Kessler, Gui Levasseur und Paul Postl sowie (unten, v. l.) Elena Schiller und Christian Siegler. 

Auf den Massageliegen wird geturtelt. „Als wir erfahren haben, dass das Bad heute aufmacht, haben wir gleich unsere Badesachen gepackt und sind hergefahren“, sagt Sibylla Dittombee und gibt ihrem Mann Ralf einen Kuss. „Das ist kein Vergleich zum alten Hallenbad. Hier ist alles edel, die Räume sind hell – und es riecht auch angenehm, überhaupt nicht nach Chlor. Es ist ein Traum.“  Heiner Hoben hat es vor allem die gute Akustik angetan. „Dadurch, dass die verschiedenen Becken räumlich alle getrennt sind, hält sich der Lärmpegel in Grenzen. Das ist sehr angenehm.“

„Hier ist alles edel, die Räume sind hell“: Heiner Hoben, Sibylla und Ralf Dittombee sowie Traudl Hoben (v. l.)

Auch Martin Aigner aus Hallbergmoos ist begeistert vom fresch. Der Hallbergmooser ist mit seinem dreieinhalbjährigen Sohn Milan ins Bad gekommen und nimmt nach wildem Toben eine kurze Verschnaufpause. „Die Halle ist schön hell, die Luft ist gut und das Design sehr edel.“ Was Aigner besonders gefällt: die Übersichtlichkeit im fresch. „So können die Eltern immer ein Auge auf ihre Kinder haben.“ Sagt es und sieht, wie Milan in die Höhle unterhalb der Wasserrutsche schwimmt. „Papa, Du musst mitkommen“, ruft er. Pause vorbei!

Gut zu wissen

Öffnungszeiten: Das Hallenbad und die Sauna sind ganzjährig täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet. In der Sauna gibt es jeden ersten Dienstag im Monat eine Ladies Night (16 bis 23 Uhr). Das Freibad hat von Mitte Mai bis Mitte September täglich von 9 bis 20 Uhr auf. 

Eintrittspreise Hallenbad: Erwachsene zahlen 4,50 Euro (zwei Stunden), sechs Euro (drei Stunden), 7,50 Euro (vier Stunden) und 9 Euro für die Tageskarte. Kinder zahlen drei (zwei Stunden), vier (drei Stunden), fünf (vier Stunden) und sechs Euro für die Tageskarte. Die große Familienkarte für einen ganzen Tag kostet 18 Euro (Eltern plus eigene Kinder). Eintrittspreise Sauna: Gestaffelt von 15 Euro (zwei Stunden) bis 19,50 Euro (ganzer Tag). Dauerkarten: Große Familienkarte Wintersaison (acht Monate): 790 Euro, kleine Familienkarte (ein Erwachsener): 490 Euro. Freier Eintritt für Kinder unter sechs Jahren. 

Alle Infos unter www.freisinger-stadtwerke.de.

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