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Interessiert begutachteten die Mitglieder des Werkausschusses die Bauarbeiten am neuen Nachklärbecken.

Erweiterung der Kläranlage Freising

Das große Becken nimmt Gestalt an

Der Werkausschuss hat sich ein Bild von der Baustelle an der Kläranlage gemacht. Dort entsteht derzeit das sogenannte „Nachklärbecken 2“. Das 5,2 Millionenprojekt ist weit fortgeschritten. Die Anwohner haben das Gröbste aber hinter sich. Die Spundwände stehen.

Freising – Es geht eng zu auf der Baustelle, wie Planer Werner Gebert vom Büro GFM im Aufenthaltsraum der städtischen Kläranlage feststellte. Demnach ist nämlich kein Platz mehr auf dem Areal“. Deshalb habe man auch eine provisorische Umleitung legen müssen, bis hin zum auf der anderen Seite liegenden „Nachklärbecken 1“.

Laut Gebert hat man nach entsprechenden Abrissarbeiten zunächst einen neuen Gas- und einen neuen Pufferbehälter errichtet. Beim Bau des neuen Klärbeckens zeigte es sich dann, dass man es mit sehr viel Grundwasser zu tun bekommt. Deshalb seien Spundwände 20 Meter tief einzuschlagen gewesen – mit einer Ramme, wie Gebert betonte. Arbeiten, die, laut Tiefbauamtsleiter Franz Piller, mit den Anwohner abgesprochen und von Untersuchungen begleitet gewesen seien, was den Ist-Zustand der Häuser betreffe. Zu Schäden sei es seines Wissens jedoch nicht gekommen.

Wie tief die Spundwände hinabreichen, davon konnten sich die Werkausschuss-Mitglieder bei einem Rundgang überzeugen. Allen voran machte sich Werksreferentin Heidi Kammler ein Bild von der Lage. Der stellvertretende Leiter des Klärwerkes, Christian Scholz, zeigte ihr die neuralgischen Stellen. Wie Gebert erklärte, beträgt das Fassungsvermögen des neuen Nachklärbeckens gut 4000 Kubikmeter. Das runde Becken weist einen Querschnitt von 40 Metern auf. Im April 2018 soll es in Betrieb gehen.

„Wir bewegen uns im Kostenrahmen“, machte Gebert anhand von Zahlen deutlich. Stand jetzt sind 4,97 Millionen Euro ausgegeben. Die Abweichung von den kalkulierten Kosten bezifferte der Planer auf 4,2 Prozent. „Wir sind guter Dinge, dass es zu keinen größeren Abweichungen mehr kommt,“ fügte Gebert an. Die Kapazität der Kläranlage beträgt nach Bau des neuen Nachklärbeckens 110 000 Einwohnerwerte, wie es hieß.                                                                                                            Alexander Fischer

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