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Das festliche Ende einer jahrelangen Baustelle: Erzbischof Reinhard Marx bei der Weihe des Altars der Kirche St. Peter und Paul in Neustift.

Altarweihe in St. Peter und Paul

Erzbischof Marx: Die Berufung dieser Kirche ist noch nicht zu Ende

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Freising - Acht Jahre lang wurde die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Neustift saniert. Jetzt ist das Werk vollbracht. Die Weihe des neuen Altars durch Erzbischof Reinhard Marx gestern war der nächste „Markstein“ in der Historie des Gotteshauses.

Seit 2008 war die ehemalige Prämonstratenserkirche fast immer eine Baustelle: Erst wurde bis 2012 die Außenhaut renoviert, dann folgte bis heuer die Innenrenovierung des Rokoko-Juwels. Insgesamt sind rund fünf Millionen Euro geflossen, um das von Giovanni Antonio Viscardi um 1700 herum entworfene Gotteshaus mit seinem von Ignaz Günther um 1765 geschaffenen Hochaltar wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen.

Und jetzt, 2016, hat das Gotteshaus, jene „großartige und herrliche Pfarrkirche“, wie sie Erzbischof Reinhard Marx gestern nannte, einen neuen Volksaltar bekommen, den der Kardinal aus Anlass des Abschlusses der Renovierungsarbeiten weihte. „Höhen und Tiefen“ habe die Kirche erlebt, wusste Marx, der Tag gestern stelle dabei einen weiteren „Markstein“ in der Geschichte von Neustift dar. Die Weihe des Altars und die Segnung der liturgischen Orte, besonders des Taufbeckens, zeige laut Marx, dass „die Sendung und die Berufung dieses Ortes nicht zu Ende ist“.

Der Festgottesdienst mit der Altarweihe, an dem sehr viele Gläubige teilnahmen, folgte einem alten Ritual, das mit dem Besprengen der Gottesdienstbesucher und der liturgischen Orte mit geweihtem Wasser und mit der Erneuerung des Taufbekenntnisses begann. Reinhard Kardinal Marx rief in seiner Predigt ins Gedächtnis, dass kein Gotteshaus – ob Kapelle, Kirche oder Dom – eine Wohnung für Gott sein könne. „Keine Kirche kann Gott fassen.“ Gotteshäuser wie das von Neustift seien dazu da, „dass wir eine Ahnung haben, was es bedeutet, Gott als Gast zu haben“. Und dann wiederholte der Erzbischof, dass „die Berufung und Sendung dieser Kirche noch nicht zu Ende“ sei: „Mit uns endet sie nicht. Mit uns nicht!“, so sein Appell. Denn: „Wir gehen mit dieser Kirche weiter.“ Dass sich diese Aussage des Kardinals bewahrheitet, dafür hat zumindest in baulicher Hinsicht die Sanierung gesorgt, die die Schäden an Gewölben, Stuck und Fresken durch eindringendes Wasser behoben, das die Verschmutzungen durch das alte Heizsystem beseitigt und das auch Schäden an den Fensterverglasungen ausgemerzt hat. Nach acht Jahren Baustelle ist nun das Werk vollbracht.

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