1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Freising

Es geht voran: Erste Schritte für neue Feuerwache in Lerchenfeld sind getan

Erstellt:

Von: Andreas Beschorner

Kommentare

null
Ausgedient: Die Feuerwache 2 in Lerchenfeld muss neu gebaut werden. Die ersten Schritte sind nun getan. © Lehmann

Es tut sich was: In Sachen Neubau der Feuerwache 2 in Lerchenfeld hat der Freisinger Bauausschuss nun die ersten Schritte beschlossen.

Freising – Noch vor Kurzem hatten sich die Floriansjünger darüber beklagt, dass sich beim Neubau der Feuerwache 2 in Lerchenfeld nichts tue. Jetzt hat sich was getan: Im Bauausschuss wurde am Mittwoch der Vorbescheidsantrag für das Großprojekt an der Katharina-Mair-Straße behandelt. Ergebnis: Von einigen kleinen Nachbesserungen abgesehen, kann der Neubau in der vorgesehenen Form realisiert werden.

Mehrere Fragen hatte die Stadt Freising als Bauherr sich selbst, der Bauverwaltung und den Stadträten gestellt. Christoph Spieß vom Bauamt beantwortete sie. Das neue Wachgebäude mit Fahrzeughalle mit seiner Grundfläche von fast 1070 Quadratmeter sei von der Baumasse her zulässig. Das war schon einmal wichtig, handelt es sich dabei doch um eins der Herzstücke der neuen Feuerwache.

Nicht ganz so einfach ist das bei dem neuen Garagengebäude, das hinter der Fahrzeughalle entstehen soll. Dass die im gültigen Bebauungsplan vorgesehene Baugrenze im Westen um vier und im Norden um 3,25 Meter überschritten werde, sei bauplanungsrechtlich unzulässig. Denn dadurch würde das Gebäude grenzständig errichtet, was „unter Würdigung der nachbarlichen Interessen mit den öffentlichen Belangen nicht vereinbar“ sei, so die Begründung.

Ebenfalls ein Nein gab es auf die Frage, ob die festgesetzte Grundfläche von 2020 Quadratmeter überschritten werden dürfe. Eine solche Ausnahme sei laut Spieß nur dann möglich, wenn die zulässige Grundfläche um maximal 50 Prozent überschritten werde (also 3030 Quadratmeter) und die Grundflächenzahl 0,8 nicht übersteige. Nehme man alle versiegelten Flächen zusammen, dann komme man auf 4292 Quadratmeter, rechnete der Bauamtsmitarbeiter vor. Das seien 1262 Quadratmeter mehr als erlaubt. Auch die Grundflächenzahl würde nach den jetzt vorgelegten Überlegungen 0,87 betragen und damit zu hoch sein. Die Abweichung sei also „städtebaulich nicht vertretbar“, eine Befreiung werde nicht erteilt. Dass die doppelachsige Stellplatzanlage im Osten mit 30 Alarmstellplätzen die vorgesehenen Baugrenzen etwas überschreitet, stellt jedoch in den Augen des Bauamts kein Problem dar.

Lesen Sie auch: Verdacht auf menschliches Versagen: Zug rast mit 120 km/h auf Feuerwehrkräfte zu

Hingegen sollten die Verkehrsflächen angesichts der markanten Überschreitung der Grundfläche nicht vollständig versiegelt werden, sondern zumindest teilweise sickerungsfähig ausgebildet werden. Für die Grundstückszufahrten und die Fahrgassen hingegen wurde die Befreiung in Aussicht gestellt. Hier sei gemäß der Zweckbestimmung eine versiegelte Verkehrsfläche notwendig.

Grünes Licht bekam der Neubau dahingehend, dass seine Fassaden aus Sichtbeton oder Metall ausgeführt werden dürften. Ein anderer Punkt war allerdings wichtig: Laut Bebauungsplan müssen Fassadenflächen mit mehr als 20 Quadratmeter ohne Öffnungen mit Rankgewächsen begrünt werden. Die Befreiung von dieser Vorgabe wurde aber nur für die Nord- und Südfassade der Feuerwache in Aussicht gestellt.

Zahlreiche anwesende Floriansjünger erlebten mit, wie der Bauausschuss einstimmig den Beschlussvorschlägen der Verwaltung folgte.

Auch interessant: Wegen Valerie (12) verschenkt die Stadt Moosburg jetzt Saatgut an alle

Auch interessant

Kommentare