Wahlplakat-Ständer
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13 Kandidaten treten im Freisinger Wahlkreis an. Da haben die Wähler die Qual der Wahl.

Die wichtigsten Fakten zur Wahl am Sonntag

Es knistert vor Spannung: Welcher Freisinger Kandidat packt den Koffer für Berlin?

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Im Freisinger Wahlkreis 214 haben 13 Parteien einen Direktkandidaten aufgestellt. Es wird superspannend am Sonntag. Hier alle Fakten zur Wahl.

Freising - Am Sonntag entscheiden 126 000 wahlberechtigte Landkreisbürger, die zusammen mit den Bürgern aus dem Landkreis Pfaffenhofen und aus einem Teil des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen mit insgesamt 246 500 Wahlberechtigten den Wahlkreis 214 bilden, mit der Erststimme, welchen der 13 sie direkt nach Berlin schicken. Und mit der Zweitstimme bestimmt man indirekt, wer möglicherweise über die Landesliste einen Koffer nach Berlin packen kann. Sie haben sich an Infoständen die Füße in den Bauch gestanden, sie haben Flyer und Infomaterial ohne Ende verteilt, sie haben ihre Wahlprogramme und sich immer wieder vorgestellt, sie haben sich Unterstützung von der politischen Prominenz geholt, sie waren „live“ und auch online, vor allem auch auf zahllosen Plakaten zu sehen. Kurz: Viele der Kandidaten aus dem Wahlkreis 214 waren im Wahlkampfstress. Jetzt, am 26. September, wird sich zeigen, wem das genutzt hat, wer auf seine Person wie viel Stimmen vereinen konnte und wer in welchem Maße vom Resultat seiner Partei auf Bundesebene abhing.

Der „Titelverteidiger“ heißt Erich Irlstorfer (CSU)

Sozusagen als „Titelverteidiger“ geht Erich Irlstorfer (51) von der CSU ins Rennen, strebt seine dritte Amtszeit im Bundestag an. Irlstorfer muss unter allen 13 Bewerbern die meisten Stimmen holen und dadurch das Direktmandat ergattern, wenn er weiterhin MdB sein will. Denn auf der CSU-Landesliste ist Irlstorfer nicht vertreten. Direkt oder gar nicht– so die Devise des Gesundheitspolitikers. Seine zweite Periode im Bundestag strebt Johannes Huber (34) von der AfD an. Seine Chancen, wieder als MdB in Berlin tätig sein zu dürfen, stehen nicht schlecht. Immerhin ist Hubers Name auf Platz 6 der AfD-Landesliste zu finden.

Mehltretter (SDP) geht von Platz 15 aus ins Rennen

Als Direktkandidaten der Parteien, die im Bundestag vertreten sind, sind für die SPD Andreas Mehltretter (29), für die Grünen Leon Eckert (25), für die FDP Eva-Maria Schmidt (50) und für die Linke Nicolas-Pano Graßy (31) zu nennen. Mehltretter ist auf Platz 15 der Landesliste zu finden, Eckert ist auf Platz 18 gesetzt worden, Schmidt nimmt Platz 24 ein und Graßys Name ist auf Platz 18 der Landesliste der Linken zu finden. Ebenfalls mit in den Ring gestiegen ist Karl Ecker (58) von den Freien Wählern. Ecker und die FW machen sich Hoffnungen, das Direktmandat zu ergattern und, sollte das den FW im Bundesgebkiet drei Mal gelingen, in Fraktionsstärke in den Bundestag einzuziehen.

Ob die Freien Wähler die Fünf-Prozent-Hürde knacken?

Oder sie knacken doch die Fünf-Prozent-Hürde – und dann hätte Karl Ecker mit Platz 5 auf der Landesliste beste Chancen auf einen Sitz im Reichstag. Außerdem im Rennen: Emilia Kirner (23), die die ÖDP-Fahne schwenkt, Daniel Weigelt (47), der zugleich einer von 299 Kanzlerkandidaten der Satirepartei Die Partei ist, Florian Geisenfelder (30), der für die Bayernpartei antritt, Eckhard Reineke (67), der Die Basis vertritt, Horst Boljahn, der Stimmen für VOLT sammeln will, und Magdalena Lippa (33), die von der V-Partei3 gekürt wurde.

Eines ist schon jetzt sicher: Wenn um 18 Uhr die Wahllokale in den 50 Kommunen des Wahlkreises schließen, wird es spannend wie selten. Und noch etwas steht jetzt schon fest: Es wird einen neuen Rekord beim Anteil der Briefwähler geben. Ob es am Ende des Sonntagabends schon sicher ist, wer aus dem Wahlkreis 214 nun wirklich einen Sitz im Bundestag ergattern konnte, wird vielleicht noch nicht feststehen.

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