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In ihre berufliche Zukunft starten jetzt die Absolventinnen und Absolventen der Fachakademie für Sozialpädagogik. Einige herausragende Schülerinnen wurden besonders ausgezeichnet.  Michaela Then (stellvertretende Schulleitung und Schulleiter Michael Fischer (hinten) gratulierten Franziska Kohoutek, Alexandra Scheckenhofer, Franziska Listl, Bettina Rippel (v.r.).

Fachakademie für Sozialpädagogik verabschiedet Abschluss-Schüler

„Eine Schlüsselstelle in der Gesellschaft“

Sie sind die begehrten Fachkräfte von morgen: die 38 Absolventinnen und Absolventen der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik. Sie bekamen am Donnerstagabend ihre Zeugnisse überreicht. In den Ansprachen wurde unisono der hohe Anspruch an die Berufsänfänger betont.

Freising – Nach der klassischen Ausbildung zum Erzieher und den zwei Studienjahren an der Fachakademie werden die Abschlussschüler ab sofort in ihre berufliche Zukunft starten und damit einen wichtigen Beitrag gegen den Personalmangel in den sozialen Berufen leisten.

Bestes Rüstzeug dafür hätten sie während der Ausbildung bekommen. Und einige mit ganz ausgezeichneten Ergebnissen: Sieben Abschluss-Schüler eine bessere Note als 1,5 erzielt. Zudem legten 29 Absolventen die Prüfungen zur Fachhochschulreife ab. Festgäste und Schulleiter Matthias Fischer betonten in ihren Grußworten die Qualität der Ausbildung. Die Fachakademie sei ein „Meilenstein“ in der Bildungslandschaft in Landkreis Freising, sagte Barbara Prügl, die in Vertretung des Landrats zur Feier gekommen war. Der Beruf des Erziehers sei anspruchsvoll: eine „Schlüsselstelle“ in einer sich wandelnden Gesellschaft. „Helfen Sie mit, Kinder zu selbstständig denkenden Menschen zu erziehen“, bat Prügl. Mit den Jahresringen eines Baumstammes verglich Schulleiter Matthias Fischer die Lebensjahre des Menschen. Nur wenn ausreichend „Licht, Wasser und Platz“ gegeben sei, könnten sich Kinder zu verantwortungsvollen Erwachsenen entwickeln.

Erzieher leisteten einen wesentlichen Beitrag bei den Entwicklungsschritten. Freundlich sein, bestimmt auftreten, konsequent bleiben, trösten, schlichten, in schwierigen Situationen in der Familie intervenieren, die Schützlinge achten, selbst Lebensfreude versprühen, ein hohes Maß an Selbstorganisation aufweisen und dabei nie die Bildungsziele aus den Augen verlieren: mit der Vorstellung von ein „bisschen Basteln und Spielen“, die mit dem Beruf des Erziehers früher verbunden gewesen sei, sei es längst nicht mehr getan, so der Schulleiter. „Kitas sind Bildungseinrichtungen geworden.“ Ins gleiche Horn blies Bürgermeisterin Eva Bönig. „Für die Kleinsten die Besten“: Dieses Motto würde bei der Stadt Freising groß geschrieben. „Wir wissen um die große Verantwortung, die der Beruf des Erziehers mit sich bringt“, so die Bürgermeisterin, die die angehenden Fachkräfte ermunterte, sich auch politisch zu engagieren. Denn um die Attraktivität des Erzieher-Berufs zu steigern, müsse auch an der Bezahlung nach gebessert werden.

Buchpreise durfte Fischer an folgende „Einser“-Absolventen vergeben: Katrin Biller, Jasmin-Marie Brecht, Franziska Kohoutek, Franziska Listl, Simone Müller, Alexandra Scheckenhofer. Als Jahrgangsbeste wurde Bettina Rippel ausgezeichnet.

Alle Absolventinnen und Absolventen durften sich auch über die Meisterprämie freuen, die der Freistaat an die Abgänger der Fachakademien in Höhe von 1000 Euro auszahlt.                             Maria Martin

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