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Christbäume leichter entsorgen: In Fahrenzhausen werden erstmals Sammelstellen eingerichtet

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Von: Nico Bauer

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Entsorgte Christbäume türmen sich jedes Jahr bei den Sammelstellen.
Entsorgte Christbäume türmen sich jedes Jahr bei den Sammelstellen. (Symbolfoto) © Stefan Rossmann

Auch die Fahrenzhausener Bürger sollen ihre ausrangierten Christbäume künftig an Sammelstellen abgeben können. Das war der Kompromiss im Gemeinderat.

Fahrenzhausen – Meist ab dem 6. Januar fliegen die ramponierten Christbäume aus den Wohnungen und Häusern. Manche Gemeinden oder Vereine bieten Abholaktionen. In Fahrenzhausen gibt es derlei nicht. Jeder Bürger muss seinen Baum zum Wertstoffhof transportieren – und das hat nicht selten einen Rückstau auf die B 13 zur Folge. Deshalb stellte die CSU einen Antrag auf eine gemeindliche Abholaktion – mit dem Ergebnis, dass der Infrastrukturausschuss einen Kompromiss fand. An drei bis vier Orten im Gemeindegebiet werden demnächst Sammelstellen eingerichtet für die Abgabe um den 6. Januar herum.

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Bauhof hat keine Kapazitäten

Die CSU-Fraktion hatte den Antrag auf die Einführung einer Abholaktion mit Blick auf die Nachbarschaft gestellt. In anderen Kommunen gebe es rund um den Dreikönigstag genau solche Aktionen schon seit vielen Jahren. „Dann muss nicht jeder seinen eh schon nadelnden Baum ins Auto laden, und zudem würde der Bauhof in diesen Tagen entlastet werden“, sagte der CSU-Vorsitzende Christian Hermann. Ein solcher Service für den Bürger würde der Gemeinde gut zu Gesicht stehen.

Bürgermeister Heinrich Stadlbauer hatte Bauhofleiter Martin Peter mit in die Sitzung gebracht, und beide sahen den Antrag kritisch. „In diesen Tagen ist der Bauhof meistens mit dem Winterdienst gut beschäftigt“, so der Rathauschef. Der Bauhof könne nicht alle Straßen des Gemeindegebiets abfahren und die Bäume abholen.

CSU könnte selbst mit Traktoren unterwegs sein

Bernhard Betz (Freie Bürgerliste) fragte die CSU-Antragsteller, warum sie nicht mit Traktor und Hänger sowie ehrenamtlichen Helfern selbst eine solche Abholaktion ins Leben riefen. Sein Fraktionskollege Andreas Kern brachte ins Gespräch, dass ein Burschenverein gegen Spenden die Hausabholung anbieten könne. Gerade jetzt, in Zeiten ohne große Veranstaltungen, käme so eine Einnahme nicht ungelegen.

Letztlich einigte man sich dann aber auf die Schaffung von drei bis vier Sammelplätzen in der Gemeinde, wo die Bürger ihre Bäume deponieren können. Der Rathauschef sagte auch, dass die Gemeinde nicht in allen Ortsteilen geeignete Grundstücke für die Einrichtung solcher Sammelstellen besitze. Dieses Angebot nun hat für den Bauhof den Vorteil, dass man ein paar Tage Zeitfenster habe, um die Bäume einzusammeln und zur Entsorgung weiterzutransportieren. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst – und auch das Bauhof-Team kann mit dieser Lösung leben.

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