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Die Fahrenzhausener Kita-Container und jede Menge Fragezeichen

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Von: Nico Bauer

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die Übergangscontainer
Ab Herbst würden die Übergangscontainer des Fahrenzhausener Kindergartens St. Christopherus eigentlich leer stehen. Eine Option für die Mittagsbetreuung? © Bauer

Was passiert mit den Kindergartencontainern in Fahrenzhausen? Derzeit gibt es einige offene Fragen - besonders in Bezug auf die Mittagsbetreuung.

Fahrenzhausen - Ein großes Problem stellt die Zunahme der Anmeldungen für die Mittagsbetreuung dar, die so nicht abzusehen war. Zu Beginn des laufenden Schuljahres sind die Kinderzahlen der Grundschule geringfügig angestiegen, aber im krassen Gegensatz dazu nahmen die Buchungen der Mittagsbetreuung enorm zu. Dazu kam, dass die Eltern auch noch wesentlich längere Buchungszeiten auswählten. Fast alle Kinder wurden in der Mittagsbetreuung für vier oder fünf Tage mit einer Zeit bis 15 Uhr oder später gebucht.

70 bis 80 Kinder müssen in einem bestimmten Zeitraum betreut werden

Diese Veränderungen hatten zur Folge, dass die in der Schule bereitstehenden Räume nicht ansatzweise für die Betreuung von 70 bis 80 Kindern über einen Zeitraum von drei bis vier Stunden ausreichten. Neben den beiden Räumen der Mittagsbetreuung wurden in den vergangenen Monaten noch der Musiksaal sowie der Turnraum mitbenutzt. Diese Lokalitäten sind eigentlich für die Vereinsnutzung vorgesehen.

Verschiedene Seiten fragten bei der Gemeinde an, ob die Übergangscontainer des Kindergartens St. Christopherus ab Herbst für die Mittagsbetreuung weiter genutzt werden können. Denn: Wenn nichts mehr dazwischenkommt, kann der Neubau des katholischen Kinderhauses nach den Sommerferien bezogen werden. Damit stehen die Container eigentlich leer, aber laut Bürgermeister Heinrich Stadlbauer sollen sie für künftige Nutzungen vom Bauamt des Ordinariats ausgeschrieben werden. Deshalb muss die Verwaltung erst mal klären, ob der Prozess überhaupt noch zu stoppen ist.

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Sollte es die Möglichkeit zur weiteren Nutzung der Container geben, dann stehen weitere Fragen im Raum: Die gemeindliche Fläche war bisher nämlich angedacht für die Baustelleneinrichtung für das neue Rathaus. Der Containerstandort ist der einzige unbebaute Bereich in der direkten Nachbarschaft.

Der Arbeitskreis war für Stadlbauer eine neue Information

„Die Container sind als Provisorium für die Mittagsbetreuung nicht sonderlich gut geeignet“, sagt Bürgermeister Stadlbauer. Er fügte aber hinzu, dass die Gemeinde das Problem mit dem Raumbedarf der Mittagsbetreuung kurzfristig lösen muss. Astrid Wildgruber-Bolesczuk mahnte eine Kommunikation mit einem Arbeitskreis der Eltern an: „Gut ist, dass das Problem erkannt wurde. Weniger gut ist aber, dass die direkten Betroffenen nicht in die Überlegungen eingebunden werden.“ Der angesprochene AK war für Stadlbauer eine neue Information. Er sagte neben der kurzfristigen Klärung des dringlichen Problems Mittagsbetreuung auch, dass die Gemeinde das mittelfristige Konzept für die Ganztagsbetreuung bald angehen müsse. Schließlich besteht schon ab 2026 ein gesetzlicher Anspruch für die Eltern – und die Gemeinde Fahrenzhausen muss bis dahin die Grundschule erweitern.

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