Osterhasen und zivile Freisingerinnen gingen für faire Schokolade auf Tour: Jürgen Maguhn, Theresia Endriß, Susanne Höck und Monika Hobmair (alle v. l.).
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Osterhasen und zivile Freisingerinnen gingen für faire Schokolade auf Tour: Jürgen Maguhn, Theresia Endriß, Susanne Höck und Monika Hobmair (alle v. l.). Schokolade aus fair gehandelten Kakaobohnen gibt es mittlerweile in vielen Geschäften zu kaufen – zu erkennen z.B. an dem Fairtrade- , dem GEPA- oder dem Zotter-Siegel.

Mitglieder des fairen Forums und Weltladens machen mobil

Faire Schokolade im Osternest: Plakat-Aktion in der Freisinger Innenstadt

Freising – Aktive aus dem Fairen Forum und vom Weltladen waren jüngst mit Plakaten bestückt und als Osterhasen verkleidet in der Innenstadt und auf dem Markt unterwegs. Sie wollten die Bürger dazu einladen, sich für faire Schokolade im Osternest zu entscheiden.

Statistisch gesehen verzehrt jeder Deutsche jährlich zehn Kilo Schokolade. Die Familien der Kakaobauern kommen nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit gerade mal auf ein Tageseinkommen von 50 Cent pro Familienmitglied – so wenig, wie eine Tafel Schokolade beim Discounter kostet.

Die Folgen schildert das faire Forum: „Die Erzeuger produzieren zu stark schwankenden Weltmarktpreisen, die in der Regel nicht existenzsichernd sind. Sie sind häufig darauf angewiesen, dass ihre eigenen Kinder oder Kinder aus noch ärmeren Ländern bei der Kakaoernte mitarbeiten müssen und daher nicht zur Schule gehen können. Tragisch ist die Situation auch für die Natur: Für höhere Ernten und Erlöse roden Kakaobauern immer mehr Regenwald mit negativen Folgen für Klima und Artenvielfalt. Schokolade ist zur billigen Massenware geworden – auf Kosten von Mensch und Natur.“

Melanie Rihm vom Weltladen Freising betont, dass sie sich mit der Aktion für Schokolade einsetzt, bei deren Herstellung Folgendes sichergestellt ist: faire Bezahlung von Kakaobauern und Arbeiter, Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte entlang der Wertschöpfungskette und Verbot missbräuchlicher Kinderarbeit, Unterstützung von Bauern bei der nachhaltigen Landwirtschaft sowie ein unabhängigen Zertifizierungs- und Kontrollsystems.

Jürgen Maguhn vom Fairen Forum geht noch einen Schritt weiter. Er kaufe gerne Schokolade, die im Herkunftsland des Kakaos hergestellt wurde. Damit vervielfache sich das lokale Einkommen und es würden qualifizierte Arbeitsplätze im jeweiligen Land in der Weiterverarbeitung geschaffen.  

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