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Inzwischen wurden Warnschilder am Gotteshaus aufgestellt.

Erleichterter Pfarrer

Der Fall „Kirche Abens“: Klage abgewiesen – doch das Bangen bleibt

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„Ich bin erst einmal erleichtert“: Pfarrer Stephan Rauscher, Chef des Pfarrverbands Attenkirchen, erhielt am Freitag die Auskunft vom Landgericht Landshut, dass die Schadensersatzklage einer Rentnerin in Höhe von 20 000 Euro gegen die Kirchenstiftung Abens, die zum Pfarrverband gehört, abgewiesen wurde.

Abens/Attenkirchen – Der Prozess hatte bereits im November am Landgericht stattgefunden, Richter Clemens Albert aber wollte den Fall nochmals überdenken. So kam es zur späteren Urteilsverkündung.

Pfarrer Stephan Rauscher ist zunächst einmal erleichtert.

Wie berichtet, war die Klägerin im Dezember 2016 beim Verlassen der Kirche auf einer kleinen Eisfläche ausgerutscht, die sich durch Tropfwasser vom Kirchendach her gebildet hatte. Vor Beginn des Gottesdiensts war es kalt, der Boden aber trocken und eisfrei, was der Mesner zweimal kontrolliert hatte. Während der Messe aber tropfte geschmolzener Reif vom Dach auf die Wegplatte und gefror.

„Die Klageabweisung ist ein gutes Zeichen“, kommentierte Pfarrer Rauscher weiter. Selbstverständlich tue ihm die Seniorin leid, die nach dem Sturz mit einem gebrochenen Knie ins Krankenhaus musste, wo mehrere Operationen notwendig waren: „Ich bin ihr auch nicht böse wegen der Klagestellung“, sagt der Geistliche: „Aber ich war doch geschockt, als mir die Klage auf den Tisch geflattert ist.“ Und es bleibe die Verwunderung, wie Menschen „,manchmal miteinander umgehen“.

Trotz des positiven Signals aus Landshut blickt Pfarrer Rauscher mit Bangen auf die nächsten Wochen: Denn das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und daher eine Revision möglich. „Ich kann nur im Sinne aller meiner Helfer und auch des Mesners hoffen, dass es nicht zu einer zweiten Runde kommt“, meint Rauscher: „Denn wenn die Stiftung verurteilt wird, hat das für das ehrenamtliche Engagement im ganzen Pfarrverband weitreichende Folgen. Wie soll einer noch Freude am Ehrenamt haben, wenn er Angst haben muss, alle Augenblicke verklagt zu werden?“

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