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„Fast ein Supergau“: Freisinger Eishalle öffnet wegen Defekt viel später - Eishockey-Funktionär entsetzt

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Schlittschuhe in der Freisinger Eisarena
Es flutscht noch nicht: Wegen „unvorhergesehener zeitlicher Verzögerungen“ können die Schlittschuhe in der Freisinger Eisarena derzeit noch nicht geschnürt werden. © Lehmann

Ein technischer Defekt ist schuld: Die Eröffnung der Freisinger Eishalle verzögert sich massiv. Bei den Black Bears ist man „fassungslos“.

Freising – Schlechte Nachrichten für alle Freunde des Eissports in der Domstadt: Die Eisfläche in der Weihenstephan Arena wird wegen technischer Probleme erst Ende Oktober fertig sein. Dies teilte Karl-Heinz Wimmer vom Referat 5 der Stadtverwaltung Freising den betroffenen Vereinen am Dienstagabend mit. Eigentlich hätte die Halle kommenden Montag aufmachen sollen.

Nach Rücksprache mit Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher wird es nun am Freitag einen Vor-Ort-Termin des Freisinger Sportausschusses, des Sportamts, der betroffenen Vereine und Abteilungen zusammen mit den Technischen Betrieben und der Presse geben, um die Gründe für die Verschiebung genauer zu erörtern.

Schon Ende August zeichnete sich das Problem ab

Im Freisinger Eisstadion wurde im Sommer, wie seit Längerem geplant, für die Saison 22/23 eine neue Kälteerzeugungsanlage installiert. Bei deren Einrichtung war es laut einer bereits Ende August erfolgten Rückmeldung der Technischen Betriebe zu „unvorhergesehenen, zeitlichen Verzögerungen“ gekommen, sodass die Eishalleneröffnung bereits auf Anfang Oktober verschoben werden musste.

Nun am Dienstag der Schock für alle Eissportfreunde, dass sich wegen eines Lager- und Kurbelwellenschadens in beiden Verdichtern die Eisaufbereitung auf die Kalenderwoche 41 (10. bis 16. Oktober) verschiebt. Erste Trainingseinheiten auf der Eisfläche werden damit wohl erst ab dem 24. Oktober möglich sein.

„Dann kommt so ein Hammer“

„Ich bin fassungslos, für uns ist das fast ein Supergau, der hier eingetreten ist“, sagt Andreas Sten, 2. Abteilungsleiter der Black Bears. „Seit Wochen und Monaten arbeiten alle daran, die Vorbereitung, die Spieltermine und den Trainingsbetrieb zu planen – und dann kommt so ein Hammer, dass du den Oktober abhaken kannst.“

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Zusätzlich zu den Spielterminen der fünf Mannschaften, die nun verschoben werden müssen, müssten Trainingszeiten in anderen Eishallen angemietet werden. Dies sei wegen der Kurzfristigkeit kaum möglich und würde zudem enorme Zusatzkosten verursachen, so Andreas Sten. Abgesehen davon, dass durch die noch offene Wechselfrist einige Akteure darüber nachdächten, sich komplett zu anderen Vereinen zu verabschieden, um regelmäßig trainieren zu können.

Freisings Sportreferent will mögliche Gerüchte abwenden

Sportreferent Jürgen Mieskes kann den Unmut der Black Bears verstehen und wundert sich selbst, warum solch gravierende technische Probleme erst so kurz vor Saisonstart auffallen. Er erhoffe sich mehr Klarheit durch den Termin mit den Technischen Betrieben am Freitag und möchte dadurch mögliche Gerüchte, die Stadt würde die Öffnung verzögern, um Energiekosten zu sparen, entkräften. Auch Maßnahmen zur Unterstützung der Sportler bei der Anmietung von Eisflächen in anderen Kommunen seien „andiskutiert“ worden, erklärte der CSU-Stadtrat.
Josef Fuchs

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