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Fehlender Wohnraum ist das größte Problem: SPD sieht Kreis Freising vor enormen Herausforderungen

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Von: Andreas Beschorner

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Plakat mit der aufgemalten Aufschrift „Eine schöne bezahlbare Wohnung“
Ein Wunsch vieler Wohnungssuchender: bezahlbarer Wohnraum - doch der ist im Landkreis Freising Mangelware. Symbolbild © Müller-Stauffenberg/IMAGO

Wohnraum, demografischer Wandel, erneuerbare Energien: Die SPD-Kreistagsfraktion sieht den Landkreis Freising vor enormen Herausforderungen.

Freising – Ganz in der Tradition der SPD setzt die Kreistagsfraktion der Genossen in ihrer Politik für die kommenden Monate und Jahre soziale und ökologische Schwerpunkte. Denn, so machte man in einem Pressegespräch jetzt deutlich: Man sieht den Landkreis Freising vor großen Herausforderungen.

Fraktionschef Sebastian Thaler verwies auf die viel zu hohen Mieten und betonte, dass auch der Landkreis in der Verantwortung stehe, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Hoffnung: Die Landkreis-Wohnungsbaugesellschaft müsse ihren Beitrag leisten mit erschwinglichem Wohnraum für die Beschäftigten des Landkreises und auch des Klinikums. Dort nämlich muss nach Ansicht von Herbert Bengler, Mitglied im Sozialausschuss, die qualitätvolle Versorgung der Bevölkerung durch den Landkreis verlässlich garantiert sein – auch in Zeiten, in denen das Krankenhaus keine Gewinne einfährt, sondern Verluste schreibt.

„Landkreisweit konzertierte Aktion“ für mehr Ökostrom

Außerdem: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels müsse die Versorgung älterer Menschen ausgebaut und die Versorgung von Kindern im Freisinger Klinikum angeboten werden. Die Produktion von Ökostrom müsse auch an Land stattfinden und damit auch im Landkreis, forderte Peter Warlimont, Mitglied im Planungsausschuss. Um den Bedarf an klimafreundlichem Strom zu decken, brauche es im Landkreis eine zweistellige Zahl an Windrädern sowie deutlich mehr Photovoltaik auf Dächern und in der Fläche. Warlimont begrüßte, dass Landrat Helmut Petz klar hinter diesem Ausbau stehe, und forderte eine „landkreisweite konzertierte Aktion“ von Landrat, Bürgermeistern und Gemeinderäten, um gemeinsam und aufeinander abgestimmt Standorte zu entwickeln.

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„Große finanzielle Brocken“ im Schulbau sieht Martin Pschorr, Mitglied des Schulausschusses, auf den Landkreis zukommen. Der Neubau der Berufsschule in Freising, die Erweiterung der FOS/BOS und des Moosburger Gymnasiums sowie die Sanierung oder Neuerrichtung des Freisinger Josef-Hofmiller-Gymnasiums würden Investitionen deutlich über 100 Millionen Euro erfordern, rechnete Pschorr vor – Investitionen, die aus Sicht der SPD für eine gute schulische Versorgung aber unverzichtbar seien.

Mehr Deutschunterricht für ukrainische Kinder

Beate Frommhold-Buhl, Mitglied im Jugendhilfeausschuss, sieht den Landkreis durch die Zuwanderung von Geflüchteten aus der Ukraine gefordert. Das Engagement der ehrenamtlichen Helfer, Vereine und Organisationen sei hervorragend und eine wertvolle Unterstützung für die Behörden. Die ukrainischen Kinder bräuchten intensiven Deutschunterricht und in jeder Altersstufe die Möglichkeit, am Unterricht teilzunehmen.

Ein großes Problem – und da schloss sich der Kreis – sei fehlender Wohnraum: Seit Monaten lebten ukrainische Mütter und Kinder bei Gastfamilien, was aber nur als Übergangslösung gedacht gewesen sei. Helfer, Gastgeber und Geflüchtete bräuchten dringend die Hilfe der Behörden.

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