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Verstärkt erweitert werden soll in den nächsten Jahren das Fernwärmene tz (hier die Rohrleitungen) in Freising.

Fernwärme Freising feiert Jubiläum

Heizen mal ganz anders

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30 Jahre umweltfreundliches Heizen: Die Freisinger Fernwärme bietet energiesparende und vor allem umweltschonende Wärmeversorgung seit 1987. Das Herzstück der Versorgung ist dabei das Biomasseheizkraftwerk in Zolling. Bald wird das Netz in Freising weiter wachsen.

FreisingIn diesem Herbst begeht die Fernwärmeversorgung Freising GmbH (FFG) ihren 30. Geburtstag. Die 50-prozentige Tochter der Stadtwerke hat es sich seit 1987 zur Aufgabe gemacht, Freising mit Fernwärme wirtschaftlich und umweltfreundlich zu versorgen. „Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Freising und der Bayernwerk Natur GmbH in der FFG hat sich in diesen 30 Jahren bestens bewährt“, bilanzierten dazu die Stadtwerke. Alexander Wagner, technischer Geschäftsführer der FFG, betonte anlässlich des Gründungsgeburtstags: „Wer Fernwärme nutzt, setzt Energie rationell ein und trägt zur Sicherung der Umwelt und der Primärenergievorräte für nachfolgende Generationen bei.“ Die Fernwärmeerzeugung beruht für über 90 Prozent der jährlich produzierten Fernwärme auf dem Prinzip der energiesparenden und umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung. Seit der Errichtung des Biomasseheizkraftwerks in Zolling vor knapp 15 Jahren sei die FFG in der Lage, ihren Kunden 100 Prozent regenerativ erzeugte „Grüne Fernwärme“ anzubieten, betont Wagner.

Derzeit können das Kraftwerk Zolling, das Blockheizkraftwerk Weihenstephan (für die Spitzenlast bei kalter Witterung) sowie die Kesselanlage in Hallbergmoos (als „eiserne Reserve“) bis zu 180 Megawatt Wärmeleistung erzeugen. Entlang der Fernwärmetransportleitung bietet sich für Industrie, Handel, Gewerbe, Behörden, öffentliche Einrichtungen und Wohnungswirtschaft die Möglichkeit, umweltschonende Fernwärme zu günstigen Konditionen zu beziehen.

Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Fernwärmeverteilnetze – beispielsweise im Freisinger Steinpark und im Zuge des Umbaus bald auch in Freisings Innenstadt (wir berichteten) – wird ein Anschluss auch zunehmend für private Haushalte zur kostensparenden Heizungsalternative. „Mit Fernwärme bekommen die Kunden, was sie eigentlich brauchen: Fertige Wärme“, bringt es Andreas Voigt, kaufmännischer Geschäftsführer der FFG, auf den Punkt.

Aktuell werden einige hundert Großobjekte (darunter TU, ein Teil des Flughafens und Texas Instruments), aber auch Anlagen der Freisinger Wohnungsbaugesellschaft (WVG) mit einem Anschlusswert von in Summe rund 79 Megawatt mit Fernwärme über rund 200 Übergabestationen versorgt. Die Wärmeabgabe an diese Kunden betrug im Jahr 2016 über 131 000 Megawattstunden. Dies entspricht dem durchschnittlichen Bedarf von etwa 17 000 Wohnungen.

Und: Die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme, verbunden mit modernster Rauchgas-Reinigungstech-nologie im Heizkraftwerk Zolling, bewirkt eine beachtliche Schadstoffreduktion: „Pro Jahr werden durch die Fernwärmeerzeugung etwa 26 Tonnen Schwefeldioxid und sieben Tonnen Stickoxide gegenüber Einzelfeuerungen mit Heizöl-/Erdgas-Kesseln vermieden“, heißt es in der Bilanz zum Jubiläum. Bei Betrachtung des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid werden die Vorteile der gekoppelten Erzeugung noch deutlicher. Bis heute konnte durch die Fernwärmeversorgung der FFG der Ausstoß von rund 514 200 Tonnen CO2 vermieden werden. Andreas Voigt: „Die FFG wird auch zukünftig ihren Beitrag zum Ausbau der Fernwärmeversorgung und zur Verbesserung der Freisinger Luft leisten.“ 

Gut zu wissen

Wer Interesse an einem Fernwärmeanschluss hat, kann sich an die Stadtwerke wenden. Unter Tel. (0 81 61) 18 30 bekommen Interessenten einen Ansprechpartner, und erfahren den derzeitigen Netzausbau-Stand.

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