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Die neue Vorstandschaft des SE Freising: (v. l.) Walter Zellner (1. Vorsitzender), Franz-Xaver Schmid (2. Vorsitzender) und Rolf Schneider (3. Vorsitzender und Schatzmeister) stehen ab sofort an der Spitze des Vereins.

SE Freising – Jahreshauptversammlung

Finanzsorgen trüben Zukunftsaussichten

Freising - Mit einer veränderten Vorstandsriege blickt der SE Freising in eine finanziell nicht ganz einfache Zukunft. Besonders die Eishackler kämpfen mit erheblichen Defiziten.

Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag bestätigten die Vereinsmitglieder den Vorsitzenden Walter Zellner. Für den bisherigen „Vize“ Dr. Clemens Rock wurde Franz-Xaver Schmid gewählt. Dr. Rolf Schneider übernahm von Ute Friedetzky das Amt des 3. Vorsitzenden (Schatzmeister). Die Neuwahlen waren im Vorfeld der Versammlung bestens vorbereitet worden.

Dr. Clemens Rock, der über 15 Jahre in der Vorstandschaft des SEF tätig war, und Ute Friesdetzky (acht Jahre) standen für ihre Ämter nicht mehr zur Verfügung, betonten aber beide, dass sie dem Verein auch künftig mit Rat und Tat beiseite stünden. Für ihr außergewöhnliches Engagement erhielten die scheidenden Vorstandsmitglieder aus den Händen von Vereinschef Walter Zellner die Goldene Ehrennadel des Vereins. Diese besondere Ehrung wurde auch Bernhard Sittenauer zuteil. Freisings Mister Eishockey zog sich nach über 20-jähriger Tätigkeit als Abteilungsleiter zurück. „Ohne Bernhard Sittenauer gäbe es in Freising weder eine Eishalle noch Eishockey“, würdige Walter Zellner das außerordentliche Schaffen Sittenauers, der auch mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet wurde.

In ihren Ämtern als Abteilungsleiter bestätigten die Mitglieder Georg Appel (Fußball), Stefan Eder (Eishockey), Dr. Frank Kommerell (Fitness und Gesundheit) und Gerhard Kessler (Stockschützen). „Wir haben einen tollen Verein – trotz einiger erheblicher Probleme. Die müssen wir in der Zukunft lösen“, lautete das Fazit von SEF-Chef Walter Zellner bei seinem Rechenschaftsbericht.

Er verwies auf die sportlichen Erfolge in der Eishockey- und in der Fußballabteilung. Das Eishockeyteam habe den Aufstieg von der Bezirksliga in die Landesliga geschafft. Das Landesligateam der Fußballer habe einen ausgezeichneten vierten Platz erreicht und in der laufenden Saison eine zwischenzeitliche Krise perfekt gemeistert. Stolz ist Zellner vor allem auf die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit im Verein.

Sehr große Sorgen bereiten dem SEF aber die Finanzen. Ute Friedetzky und Walter Zellner waren mit dem Kassenstand des letzten Jahres noch zufrieden. Die erheblichen Defizite, die vor allem aus der Eishockeyabteilung rühren, hätten gerade noch mal kompensiert werden können. Aber das werde so nicht bleiben. Vor allem die steigenden Gebühren in der Eishalle bereiten dem SEF große Sorgen. Sollten dann auch noch die Gebühren für die Nutzung der Savoyer Au durch die Fußballer (neue Verträge!) steigen, zeichnete Zellner ein düsteres Zukunftsbild. Bernhard Sittenauer und Fußballabteilungsleiter Georg Appel appellierten in dem Zusammenhang an die Verantwortlichen der Stadt, bei der Gebührenordnung nachzujustieren. Sie verwiesen auf andere Kommunen in der Umgebung und vor allem auch auf die zentrale soziale Funktion ehrenamtlicher Vereinstätigkeiten. Zellner setzt große Erwartungen in einen runden Tisch mit OB Tobias Eschenbacher und den Fraktionsvorsitzenden der im Freisinger Stadtrat vertretenen Parteien.

Bürgermeister Hand Hölzl zeigte großes Verständnis für die Sorgen des SEF. „Aus Vereinssicht würde ich auch so argumentieren. Als Stadtrat muss ich aber auch alle anderen Freisinger Sportvereine im Blick behalten, die ebenfalls mit großen Problemen kämpfen.“

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