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Seine Willensstärke hat sich Florian Wildgruber jahrelang erarbeitet. In Höllencamp von ProSiebenMaxx war sie besonders gefragt, schildert der Sportler.

Freisinger Extremsportler in TV-Kontest zu sehen

Florian Wildgruber ist im Höllencamp an seine Grenzen gegangen

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Florian Wildgruber (27) aus Freising war im Höllencamp: Im Interview spricht der Extremsportler, Ironman-Läufer und Motivationscoach über seine Motivation mitzumachen, Willensstärke und seine Ziele im Leben.

Im Höllencamp stellen sich Kandidaten einem Aufnahmetest für Elitesoldaten und gehen drei Tage lang an ihre körperlichen Grenzen. 

- Du hast bei „Hart, Härter, Höllencamp“ den Aufnahmetest für Elitesoldaten gemacht. Wie war’s?

Sehr hart. Die Höllenwoche ist ja ein Aufnahmetest, wie er bei militärischen Ausbildungen und Spezialeinheiten praktiziert wird. Als Kandidaten mussten wir vergleichbare Aufgaben meistern, allein oder im Team. Soviel kann ich verraten: Es war hoch, es war tief, es war nass, es war kalt. Im Detail darf ich über die Aufgaben nichts verraten. Aber: Es war eine neue, sehr intensive Herausforderung für mich.

-Wie bist du zu der TV-Show gekommen?

Die Produktion hat mich übers Internet gefunden. Ich musste ein Bewerbungsvideo schicken, aber es war schnell klar, dass ich dabei bin.

-Und wie hast du das Ganze durchgehalten?

Wir hatten wenig Schlaf: am ersten Tag nur eine halbe Stunde, am zweiten nur eineinhalb Stunden und sehr wenig Essen. Umso mehr war ich überrascht, wie gut es mir dennoch dabei ging. Es ist recht ähnlich wie beim Ironman-Wettbewerb: Wenn man sich auf das Schlimmste einstellt, dann ist das Schlimme fast schon angenehm.

-Was hat dich dabei motiviert?

Der größte Antrieb bestand für mich darin, meine Komfortzone zu verlassen und mentale Grenzen zu überwinden. So ein Camp ist körperlich anstrengend, aber spätestens ab dem zweiten Tag entscheidet zu 90 Prozent der Kopf. Man steht das Ganze nur dann durch, wenn man es wirklich will.

-Und wie beißt man sich am besten durch?

Es gibt viele verschiedene Strategien, die sich auch ganz leicht ins normale Leben übertragen lassen. Darüber schreibe ich auch gerade mein zweites Buch, das im Oktober erscheint. Eine ganz einfache Methode ist, dass man sich einmal am Tag einer Situation aussetzt, die unangenehm ist: zum Beispiel Treppensteigen statt Aufzug benutzen oder kalt duschen. Die Willenskraft wird dadurch, ähnlich wie ein Muskel durch Training, von Mal zu Mal stärker. Das ist ein perfektes Training für Stressresistenz und Burnout-Prophylaxe.

-Wurde dir bei der Sendung von den Redakteuren vorgegeben, wie du dich verhalten sollst?

Nein, neben den sieben Kameramännern waren drei Ausbilder dabei, die darauf geachtet haben, dass wir unsere Aufgaben richtig ausführen. Es war von Anfang bis Ende zu 100 Prozent echt und nichts gespielt.

-Du giltst als äußerst willensstark. Was willst du noch erreichen?

Das ist eine tiefgründige Frage. Meine Willensstärke ist etwas, das ich mir über die Jahre hinweg erarbeitet habe. Regelmäßige sportliche Herausforderungen werden auch in Zukunft der Schlüssel zu meiner Weiterentwicklung sein. Dabei möchte ich nicht nur selbst an den Aufgaben wachsen, sondern auch anderen Menschen, egal, ob Jugendlichen, Firmen oder der Öffentlichkeit, Möglichkeiten aufzeigen, wie es gelingen kann, das Beste aus seinen Fähigkeiten zu machen.

Gut zu wissen

Florian Wildgruber ist am Donnerstag, 13. September, um 20.15 Uhr auf ProSiebenMAXX in der Serie „Hart, Härter, Höllencamp“.

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