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Flüchtlingssituation im Landkreis: Weniger Neuankömmlinge im März

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Landkreis - Die Flüchtlingszahlen im Landkreis Freising zeigen sich im März weitgehend konstant. Die größten Veränderungen gibt es im Landkreis-Süden. Zudem kann Kirchdorf die ersten Neuankömmlinge begrüßen und Bürgermeister Uwe Gerlsbeck erzählt, wie sich die veränderte Situation darstellt.

Weniger Flüchtlinge kamen im März nach Deutschland und somit auch nach Freising. Die Schließung der Balkanroute trägt dazu einen großen Teil bei. Allerdings, so heißt es seitens des Landratsamts, geht die Regierung immer noch davon aus, dass eine bis 1,2 Millionen Menschen 2016 kommen werden – nur auf kontrollierteren Wegen. Die vergleichsweise geringe Zunahme von 60 Menschen sei nur eine Momentaufnahme und könne sich entsprechend auch wieder ändern.

Die größten Veränderungen in Sachen Flüchtlinge gibt es im Süden des Landkreises. Eching hat im Vergleich zum Vormonat 88 Asylbewerber weniger, Hallbergmoos hingegen 67 mehr. Das hat auch einen guten Grund: 63 Asylbewerber, die in der Turnhalle der Imma-Mack-Realschule in Eching untergebracht waren, durften einige Kilometer weiter nach Hallbergmoos in die Unterkunft „Am Söldnermoos“ ziehen. Bis 30. April soll die Turnhalle geräumt werden und für den Unterricht wieder zur Verfügung stehen.

Auch in Kirchdorf hat sich einiges getan – 29 Asylbewerber sind am 9. März in eine Unterkunft im Kirchdorfer Norden eingezogen. Und das Dorf ist bestens vorbereitet: Rund 60 Kirchdorfer sind bereits im Helferkreis vertreten. Bürgermeister Uwe Gerlsbeck gibt zu, dass der Verwaltungsakt „nicht gerade einfach ist“. Als Beispiel nennt er einen zehnjährigen Buben aus dem irakischen Hinterland. Er spricht kein Wort Deutsch und kommt jetzt in die Schule. „Das ist alles sehr arbeitsintensiv.“ Gerlsbeck betont, dass die vielen Aufgaben ohne die enorme Hilfe der Helferkreise nicht zu lösen seien. Sein Fazit der ersten drei Wochen: „Es läuft gut an.“

In Freising bleiben die Zahlen konstant. Waren es im Februar noch 897 Asylbewerber, so sind im März nur vier dazugekommen. Momentan kommen knapp 20 Asylbewerber auf 1000 Freisinger, also rund zwei Prozent.

Keine Veränderungen gab es in Allershausen (84 Flüchtlinge), Attenkirchen (58), Kranzberg (0), Marzling (0), Paunzhausen (0), Rudelzhausen (16) und Zolling (0). Apropos Zolling: Im neuen Flüchtlingsheim findet am Samstag, 2. April, ein Tag der offenen Tür von 13 bis 16 Uhr statt. Fragen können vor Ort gestellt werden. Die Adresse lautet Am Sägewerk 12 und 14, direkt hinter dem REWE-Supermarkt an der B 301.

Spitzenreiter in der Statistik Flüchtlinge je 1000 Einwohner ist Wang. 89 Asylbewerber leben in der Gemeinde, das entspricht 3,5 Prozent der Einwohner. Auf dem „letzten“ Platz (abgesehen von den Gemeinden ohne Flüchtlinge) ist Langenbach. Dort sind es 0,36 Prozent. Aber auch da stehen Veränderungen an – schließlich geht es im neuen Flüchtlingsheim bald richtig los.

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