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Millionenbetrüger gefasst

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Am Flughafen verhaftet wurde der Millionenbetrüger. © Bundespolizei

Im Jahr 2012 hatte er offenbar einen anderen Mann um 1,5 Millionen US-Dollar gebracht und war untergetaucht. Seit 2016 war die kasachische Justiz international auf der Suche nach dem gebürtigen Aserbaidschaner. Jetzt sitzt der 55-Jährige in Landshut im Gefängnis und wartet auf seine Auslieferung nach Kasachstan. Bundespolizisten hatten den Israeli am Donnerstagabend bei seiner Ankunft aus Moskau festgenommen.

Flughafen – Der 55-Jährige, der in Israel lebt, soll bereits im Herbst 2012 einem Mann 1,5 Millionen US-Dollar mit dem Versprechen abgeschwatzt haben, ihm das Geld auf Heller und Pfennig in kürzester Zeit wieder zurückzuzahlen. Dann aber verschwand er mit den Millionen. Ein Richter hatte dann gegen den 55-Jährigen im September 2016 einen Haftbefehl ausgestellt, mit dem die Staatsanwaltschaft im kasachischen Almaty nach dem Beschuldigten suchen ließ.

Am Donnerstagabend ist der Gesuchte im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Flughafen hängen geblieben, als er aus Moskau im Erdinger Moos ankam. Mit dem Haftbefehl konfrontiert, klagte der 55-Jährige unvermittelt über Herzprobleme. Daraufhin verständigten die Bundespolizisten selbstverständlich einen Arzt, der den Patienten zur Beobachtung in ein Krankenhaus im Umland bringen ließ. Aber auch dort haben die Beamten den Festgenommenen nicht aus den Augen gelassen.

Nachdem der Stationsarzt am Freitag in Bezug auf die Gesundheit des Israelis Entwarnung geben konnte, führten die Bundespolizisten den 55-Jährigen dem Haftrichter in Erding vor. Anschließend lieferten sie ihn auf richterliches Geheiß in die Justizvollzugsanstalt (JVA) in Landshut ein. Dort muss er das durch die Generalstaatsanwaltschaft München betriebene Auslieferungsverfahren abwarten.

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