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Kämpfen seit 14 Jahren: Die Bürgerinitiative Pulling engagiert sich seit 2005, um die geplante weitere Startbahn am Flughafen München zu verhindern. Zur Mahnwache mit Aufgemuckt-Sprecher Christian Magerl (am Megafon) kamen am Freitag rund 80 Bürger.

In Pulling

Startbahn-Gegner: „Der Widerstand ist ungebrochen“ - Mahnwache in der Flugschneise

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Die Bürgerinitiative Pulling hat in der Flugschneise eine Mahnwache gegen die 3. Startbahn abgehalten - und zu einem Rundumschlag ausgeholt.

Pulling – Es war ein Rundumschlag: Lärm, Feinstaub, Ultrafeinstaub, Naturzerstörung, Klimakiller – all das habe man dem Flugverkehr zu „verdanken“. Besonders in der Region um den Airport im Moos, etwa in Pulling, wo die örtliche Bürgerinitiative (BI) am Freitag zur Mahnwache am Naherholungsgebiet der Pullinger Seen direkt in der Flugschneise geladen hatte. Rund 80 Startbahngegner waren gekommen, um die Redner zu hören. Diese mussten alle paar Minuten eine Pause einlegen, wenn ein Flieger über die Köpfe hinweg startete.

Andreas Stampfl und Lukas Hammer, die Sprecher der wiederbelebten BI Pulling, formulierten das Ziel der Mahnwache: auf die gesundheitlichen Gefahren des Flugverkehrs hinzuweisen und Verantwortung dafür zu übernehmen, „wie wir unseren Enkeln die Erde hinterlassen“. Vize-Landrat Robert Scholz mahnte, der Mensch müsse sich an die eigene Nase fassen: nicht mehr ohne Not in der Welt herumfliegen, Schluss mit „PS-Protzen“, nicht mehr tonnenweise Lebensmittel wegschmeißen, und „etwas bescheidener leben“. Er betonte: Die Phalanx der Startbahngegner dürfe sich nicht auseinanderdividieren lassen.

Der Vize-Vorsitzende der Fluglärmkommission, Herbert Knur, erinnerte daran, dass Pulling und die BI dort seit 1967 „ein ganz wichtiger Eckpfeiler des Widerstands“ seien. Knurs Botschaft war klar: „Der Kampf ist noch nicht zu Ende.“ Man müsse die „Dampfwalze Flughafen“ stoppen, die die Umgebung „niederwalzen“ wolle. 

Christian Magerl: „Dritte Startbahn wird es nie geben“

Dass die Ultrafeinen Partikel (UFP) gesundheitsgefährdend seien, dass man unbedingt ein Monitoring dafür brauche, dass die Grenzwerte für Feinstaub zu hoch seien, und dass alles zusammen mit den Belastungen durch Lärm einen „ganz giftigen Cocktail“ ergebe, beschrieb Reinhard Kendlbacher, Vorsitzender des Bürgervereins Freising. Hauptredner Christian Magerl, Ex-MdL der Grünen und Aufgemuckt-Sprecher, verkündete gleich zu Beginn: „Der Widerstand ist ungebrochen.“ Dass man seit dem 26. Juli 2005, als die Erlaubnis zur Planung einer dritten Startbahn erfolgte, also 14 Jahre lang, den Bau verhindert, durchgehalten und „erfolgreich gekämpft“ habe, betonte Magerl ebenso wie seine Überzeugung, „dass es die dritte Startbahn nie geben wird“ – auch wenn FMG-Chef Michael Kerkloh „von gigantischem Wachstum fantasiert“, das es am MUC ja gar nicht gebe.

Magerl forderte ein absolutes Nachtflugverbot zwischen 22 und sechs Uhr, niedrigere Grenzwerte für Lärm und ein Fluglärmgesetz, „das die Anwohner schützt und nicht die Flughafenbetreiber“. Dass nach Beschluss der CSU- und FW-Staatsregierung jetzt UFP-Messstationen in Augsburg und Regensburg installiert würden, nicht aber am Flughafen im Erdinger Moos, sei „skandalös“, sagte Magerl. „Da drückt man sich drum herum.“ Das sei „ein Armutszeugnis“ für die Regierung.

Auch dass mit Milliarden Euro der Flugverkehr und damit der Klimawandel und die Erderhitzung subventioniert würden, müsse unbedingt aufhören. Deshalb plädierte der Aufgemuckt-Sprecher für das Ende der „millionenschweren Subventionen“ der FMG für Fluggesellschaften, um diese nach München zu locken.

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